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  • Debatte über gekürzte RSS-Feeds

    Ein Beitrag zur aktuellen Debatte rund um gekürzte RSS-Feeds bei Basic Thinking.

    Das deutschsprachige Flagschiff-Blog Basic Thinking bietet seit der vergangenen Woche nur noch einen gekürzten RSS-Feed an — und hat damit eine heftige Debatte ausgelöst, die zahlreichen Reaktionen sind dabei wenig überraschend recht vielfältig (siehe 1, 2, 3, 4, 5).

    Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass Basic Thinking kein Hobby-Projekt ist und sich daher auch finanziell für den Betreiber rentieren sollte. Seit der Übernahme des Blogs durch die neuen Betreiber war auf dem Blog fast keine Werbung zu sehen. Das soll sich zukünftig wieder ändern, sodass Basic Thinking finanziell auf eigenen Beinen stehen kann. Ein Versuch mit Werbung im RSS-Feed brachte jedoch nur marginale Einnahmen. Durch die Kürzung des RSS-Feeds sollen die Stammleser wieder zurück auf die Seite, um dann die dort platzierte Werbung zu sehen.

    Auch wenn vollständige Feeds für den Leser komfortabler sind (daher ist der Pixelfolk-Feed auch ungekürzt und dabei soll es auch in Zukunft bleiben) handelt es sich hierbei um eine legitime Entscheidung des Betreibers, und Beschimpfungen sind vollkommen unangebracht.

    Unabhängig von der Legitimität der Entscheidung stellt sich aber die Frage nach der (wirtschaftlichen) Klugkeit. Benutzer des RSS-Feeds sind meist Technik-affin — und genau solche Leser neigen nicht dazu, häufig auf Werbung zu klicken (was neben Werbeblockern auch an einer Werbeblindheit liegt und somit nicht notwendigerweise mit Undankbarkeit zu tun hat). Führt diese Maßnahme tatsächlich zu höheren Einnahmen im Vergleich zu Werbung im RSS-Feed? Üblicherweise sorgen eher diejenigen Besucher, die über Suchmaschinen auf die Website kamen, für Werbeklicks. Und für gute Platzierungen in den Suchmaschinen sorgen vor allem viele gute Links, und eben jene Links kommen oftmals von den Stammlesern. Insofern wäre es langrfristig ungünstig, ausgerechnet diese Leser zu verlieren (wobei ein einfacher Klick auf den Link zur Website nicht zu viel verlangt sein sollte, wenn sich dahinter lesenwerte Inhalte verbergen).

    Im konkreten Fall von Basic Thinking ist jedoch besonders fraglich, warum der Feed gekürzt wurde bevor es überhaupt Werbung auf der Website gibt. Denn vielleicht hätte sich ohnehin herausgestellt, dass auch ohne Kürzung des Feeds zufriedenstellende Einnahmen zu erzielen sind. Schließlich hat Gründer Robert Basic vor dem viel beachteten Verkauf bereits Einnahmen erzielt, die für einen Blog durchaus bemerkenswert waren ...

    Artikel veröffentlicht am 09. März 2010 |


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