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  • DMOZ 2.0

    DMOZ ist schon lange nur noch ein Schatten seiner selbst. Doch die Anzeichen für eine Überarbeitung von DMOZ/OPD verdichten sich. Wird es mit DMOZ 2.0 gelingen, neues Leben in das Webverzeichnis zu bringen?

    Das Webverzeichnis DMOZ, auch bekannt als Open Directory Projekt (ODP), gilt als die Urmutter aller Webverzeichnisse. In den letzten Jahren ist das Projekt allerdings zunehmend verkümmert. Die Gründe dafür sind vielfältig: einerseits wäre da die sinkende Bedeutung von Webverzeichnissen durch das Aufkommen von Google. Andererseits auch die sinkende Aktivität bei DMOZ sowie die zusätzliche Konkurrenz durch Social Bookmarking à la Delicious.

     Entwicklung der Einträge bei DMOZ im Zeitraum Ende 2000 bis Anfang 2010. Graphik erstellt von Windharp und lizenziert unter den Bedingingen der Creative Commons 3.0 Unported.

    Bereits im Jahr 2008 ist eine Überarbeitung des Open Directory Projects angekündigt worden; sichtbare Resultate gab es aber bisher keine. Laut der US-amerikanischen Website Webranking.com (was auch einige deutsche Blogs aufgegriffen haben) verdichten sich jetzt allerdings die Anzeichen, dass es demnächst tatsächlich so weit sein sollte. Kolportiert wird sogar ein Release im März 2010, allerdings ist diese Info mit höchster Vorsicht zu genießen ...

    Die Notwendigkeit einer Überarbeitung ist jedenfalls unbestritten. Die große Frage wird sein, ob es den Leuten hinter DMOZ gelingen wird, wieder neues Leben in das Projekt zu bringen. Diese Frage kann natürlich kaum beantwortet werden, solange keine konkreten Details bekannt sind. Eine rein oberflächliche Überarbeitung (sprich: eine Verbesserung der Präsentation) wird wohl nicht reichen. Nur mit zeitgemäßen Organisationsstrukturen kann es gelingen, die wahren Juwelen aus dem immer stärker wachsenden Web aufzulisten.

    Für Website-Betreiber von qualitativ hochwertigen Websites könnte eine Überarbeitung von DMOZ jedenfalls eine Chance sein. Mit steigender Aktivität könnte es auch wieder in mehr Fällen gelingen, eine Website in DMOZ zu platzieren. Zudem würden möglicherweise auch wieder mehr neue Mitarbeiter aufgenommen werden (falls dann nicht sogar – ganz im Web 2.0-Stil – jeder mitmachen kann). Links von DMOZ haben zwar bei Google keinen besonderen Status, allerdings ist es doch ein kostenloser hochwertiger Link (hier bleibt allerdings zu hoffen, dass die Links weiterhin follow bleiben, immerhin werden die Links redaktionell gesetzt) – und zusätzlich spiegeln zahlreiche Webprojekte die Daten aus dem ODP, wodurch die Links vervielfacht werden.

    Artikel veröffentlicht von am 27. Februar 2010 |


    Holger
    28. Februar 2010 [#]
    Ich finde den Zustand des DMOZ ehrlich gesagt schon lange unerträglich. Insbesondere durch die Vielzahl an Editoren, die vor allem Eigeninteressen verfolgen, ist das DMOZ einfach ein absolutes Ärgernis geworden.

    Ob es nun ein DMOZ 2.0 gibt oder in China fällt ein Sack Reis um...Es wird nichts an der Korruptheit und den von Eigeninteressenen zerfressenen Editoren ändern. Da wo sie für sich einen Vorteil sehen werden sie ihn auch in der Version 2.0 oder 3.xx nutzen.

    Delicious finde ich da schon wenigstens etwas objektiver und fairer. Ich hoffe zumindest das sich DMOZ bald schon erledigt hat.

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