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  • Linkökonomie

    Der Begriff Link-Ökonomie wurde von Jeff Jarvis geprägt. Jarvis konstatiert im Medienbereich einen Wandel von der Inhaltsökonomie zur Linkökonomie.

    In Zeiten der Inhaltsökonomie ging es darum, möglichst viele Inhalte selbst zu besitzen und diese möglichst oft zu monetarisieren. Dieses Prinzip sei durch das Internet zerstört worden. Im Internet würde eine einzige Kopie dieses Inhalts genügen, dessen Wert steigt mit der Anzahl der darauf verweisenden Links (siehe auch Interview mit Jeff Jarvis, Suchmaschinenoptimierung).

    Ziel in Zeiten der Linkökonomie müsse es daher sein, möglichst viele Links auf seine Inhalte zu bekommen. In diesem Zusammenhang definiert Jarvis auch die 3 Imperative der Linkökonomie, welche folgendermaßen lauten (in Fettdruck):

    1. Inhalte im Netz müssen offen zugänglich sein, damit sie viel verlinkt werden. — denn Inhalte, die z.B. nur gegen Bezahlung zugänglich sind, werden wenig bis gar nicht verlinkt werden.
    2. Wer die Links bekommt, muss Wege finden, damit Umsätze zu erzielen. — mehr Links führen zwar zu mehr Besuchern, diese Besucherströme müssen allerdings erst optimal monetarisiert werden. Trotz wachsendem Werbemarkt im Internet, sind viele Publisher nach wie vor mit den erzielten Einnahmen unzufrieden.
    3. Die Linkökonomie bedingt Spezialisierung, nicht mehr vom Gleichen. — Dadurch würde sich jeder auf seine eigenen Stärken konzentrieren (wenige machen das, was sie besonders gut können), was nach klassischen volkswirtschaftlichen Theorien das Optimum wäre. Eine Expertenseite wird zudem eher referenziert als eine Website, die ein breites Themenspektrum aber wenig inhaltliche Tiefe aufweist.

    Umgekehrt bedeutet das natürlich auch, dass Publizisten auf vermeintliche Konkurrenzangebote verlinken sollten. Doch gerade damit können nur wenige klassische kommerzielle Medienverleger anfreunden. Während es bei Blogs und reinen Webmagazinen eine ausgeprägte Verlinkungskultur gibt, findet man bei den Internetablegern von Printprodukten wesentlich weniger Links zu Websites, die nicht zum eigenen Verlag gehören.

    Artikel veröffentlicht von am 08. September 2009 |


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