LinkedIn, das Business-Netzwerk aus den USA, setzt mit dem Start einer deutschen Sprachversion die Expansion nach Europa fort. Die Amerikaner sind damit der größte Herausforderer des deutschen Marktführers XING.
Der deutschsprachige Markt für soziale Netzwerke ist weiterhin in Bewegung (siehe auch hier und hier). Seit dem heutigen Tag steht das amerikanische Business-Netzwerk LinkedIn auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Mit diesem Schritt setzt das Netzwerk aus den USA seine Expansion nach Europa fort. LinkedIn dient ebenso wie XING hauptsächlich zur Pflege und Herstellung von Geschäftskontakten.
Bisher war XING am deutschen Markt die unangefochtene Nummer 1 unter den Business-Netzwerken. Mit LinkedIn bekommt das Netzwerk aus Deutschland erstmals einen Konkurrenten, der ihnen mittelfristig diese Stellung streitig machen könnte. Das Geschäftsmodell von LinkedIn ähnelt dem von XING: die Amerikaner machen ihr Geld mit Premium-Mitgliedschaften, Dienstleistungen für Firmen (etwa Marktstudien) und Werbung. Ein wesentlicher Kritikpunkt an XING ist jedoch, dass selbst grundlegende Funktionen wie die Suche nach Namen ohne Premium-Mitgliedschaft stark eingeschränkt sind. Dass dies bei LinkedIn nicht der Fall ist, könnte ein Vorteil für das amerikanische Netzwerk sein (welches natürlich auch nicht frei von Beschränkungen ist).
LinkedIn wurde im Mai 2003 in Kalifornien gegründet. Lange Zeit lag der Fokus auf dem amerikanischen Markt. Erst in letzter Zeit begann eine globale Expansion; mittlerweile gibt es eine spanische, französische und nun auch eine deutschsprachige Version. LinkedIn hat laut eigener Aussage derzeit 34 Millionen registrierte Nutzer, die Hälfte davon von außerhalb der USA. Laut den Messungen von Alexa zählt LinkedIn zu den 200 meistbesuchten Websites weltweit und zu den 100 meistbesuchten Websites in den USA. Ein interessantes Interview mit LinkedIn-Gründer Reid Hoffman gibt es bei Golem, einen weiteren interessanten Bericht zum Deutschland-Start gibt es im Manager-Magazin.
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