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  • Mozilla Prism: Alternative zu Adobe AIR

    Mozilla Labs hat diese Woche einen Prototyp von Prism (vormals WebRunner) vorgestellt, welcher ab sofort zum Download zur Verfügung steht. Mit Prism sollen Webseiten bzw. Web-Anwendungen außerhalb des Browsers und somit in Form einer Desktop-Anwendung laufen. Ziel ist es also, diese beiden Anwendungsarten quasi verschmelzen zu lassen.

    Google Kalendar über Prism

    Die Mozilla Foundation will damit einen Schritt in Richtung verschmelzender Anwendungen machen. Sie ist überzeugt, dass der Browser nicht die ideale Umgebung dafür sind. Mit dem Aussehen eines normalen Programms, den Desktop-Icons und dem Einträgen ins Startmenü ist es aber noch nicht getan. Das sind die wichtigsten Unterschiede zu einem normalen Browser bzw. normalen Programmen:

    • Prism kann auf lokal gespeicherte Dateien zugreifen.
    • Der Zugriff auf eine lokale SQLite-Datenbank wird möglich.
    • Oder Daten werden auf dem Server gespeichert, sodass der Zugriff von jedem PC aus möglich wird.
    • Drag and Drop wird möglich sein.
    • Einheitliche Navigation in Anwendungen, z.B. Strg+Z für Rückgängig machen.
    • Die Fenstergröße kann konfiguriert werden.

    Mozilla geht den Weg, dass jede Internetseite vom Benutzer in eine Anwendung umgewandelt werden kann. Die ganze Sache hat natürlich den Nachteil, dass für Online-Desktop-Anwendungen natürlich eine aktive Internetverbindung benötigt wird. Für lokale Anwendungen oder in Firmennetzwerken wird das keine Rolle spielen.

    Der Punkt, der wieder die Gemüter spalten wird, ist aber die zentrale Datenspeicherung, falls nicht die lokale SQLite-Datenbank verwendet wird. Wie bei Webmailern auch gilt es Datenschutz-Bedenken gegen die Erreichbarkeit von jedem PC aus abzuwägen.

    Adobe AIR

    Mozilla Prism ist klarerweise ein Konkurrenz bzw. eine freie Alternative zu Adobe AIR (Adobe Integrated Runtime, vormals Adobe Apollo, ebenfalls erst im Entwicklungsstadium). AIR bringt WebKit (Engine von Safari, Weiterentwicklung von KHTML) als Browser-Basis mit. Dazu gibts ebenso wie bei Prism eine lokale SQLite-Datenbank sowie den Flash-Player und PDF-Unterstützung.

    Prism und AIR unterscheiden sich aber (neben der Lizenz) in einem Punkt wesentlich: Bei Adobe AIR wird die Anwendung ausschließlich von Entwickler zusammengestellt, und steht dann als .air-Datei zum Download zur Verfügung.

    Es scheint so, dass Adobe dem neuen Produkt AIR mit allen Mitteln zum Durchbruch verhelfen will. Wie Heise vor gut einem Jahr schon berichtet hat, will Adobe 100 Millionen Dollar in neugeründete Firmen investieren, welche an AIR Anwendungen arbeiten. Erste durchaus interessante Beispiele (etwa von Ebay) gibt es bereits im Showcase von Adobe.

    Artikel veröffentlicht von am 27. Oktober 2007 |


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