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Suchmaschinen-Marktanteile: Baidu überholt Microsoft

Äußerst interessante Zahlen über den Suchmaschinen-Markt hat eben comScore, eine renommierte Internet-Marktforschungfirma, veröffentlicht. Gemessen wurden weltweit 61 Milliarden Suchanfragen im Monat August, mobile Suchanfragen wurden nicht berücksichtigt.

Laut den Zahlen von comScore liegt die chinesische Suchmaschine Baidu bereits vor den Microsoft Suchmaschinen MSN Search und Live Search (zusammengerechnet). Am stärksten wächst weiterhin der asiatische Markt, der mittlerweile bereits den europäischen Markt gemessen an den Suchanfragen überholt hat.

Marktanteile nach Suchmaschinen

Bei den Marktanteilen nach Suchmaschinen liegt natürlich Google weiterhin mit Respektabstand vor der Konkurrenz.

Suchmaschine Suchanfragen
Google 37094 Mio*
Yahoo 8549 Mio
Baidu 3253 Mio
Microsoft 2166 Mio
Naver (NHN) 2044 Mio
eBay 1319 Mio
AOL (Time Warner) 1212 Mio
Ask 743 Mio
Fox Interactive Media 683 Mio
Lycos 441 Mio

* davon entfallen 5 Milliarden auf YouTube
Es wurden jeweils alle Suchmaschinen im Besitz eines Netzwerkes zusammengerechnet.

Die Suchmaschinenanteile sind regional natürlich stark verschieden. So hat Yahoo in den USA noch deutlich mehr Anteile als in Europa. Baidu ist nur in China vertreten (hat allerdings Bestrebungen, auch in Japan Fuß zu fassen), und Naver in Südkorea.

Suchanfragen nach Region

Der größte Suchmaschinen-Markt gemessen an Suchanfragen ist mittlerweile Asien. Der derzeit noch knappe Vorsprung gegenüber Europa wird unaufhaltsam wachsen - schließlich leben in Asien rund 60% der Erdbevölkerung.

Region Suchanfragen Anfragen/Benutzer
Asien-Pazifik-Raum* 20295 Mio 79
Europa 17846 Mio 85
Nordamerika 15976 Mio 77
Südamerika 4784 Mio 96
Afrika, mittlerer Osten 2134 Mio 70

* Asien-Pazifik-Raum beinhaltet u.a. China, Japan, Korea, Indien und Australien. Nicht enthalten sind Russland oder Staaten des mittleren Ostens.

Warum die Anzahl der getätigten Suchanfragen pro Benutzer so verschiedenen ist, dafür gibt es keine Erklärung. Interessant wäre es auf jeden Fall - die Gründe können vielfältig sein: Qualität der Suchmaschinen, zu viele spammende SEOs, soziotechnische Unterschiede, oder Umfang der Online-Aktivität.

Veröffentlicht am 11.10.2007.

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