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Wikia Search wird eingestellt

Vor 15 Monaten wurde Wikia Search für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Das ambitionierte Projekt von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales sollte den Suchmaschinen-Markt nachhaltig verändern. Die unausgereifte Suchmaschine konnte den Erwartungen bisher nicht gerecht werden. Aufgrund der Wirtschaftskrise ist die langfristige Finanzierungen nicht mehr gesichert - weshalb Wikia Search nun wieder eingestellt wird.


Ende 2007 stellte Wikipedia-Gründer Jimmy Wales der Öffentlichkeit ein ambitioniertes Projekt vor: Wikia Search. Eine soziale Suchmaschine, deren Ergebnisse durch Menschenhand verbessert werden sollten. Die Medienaufmerksamkeit war enorm hoch. Wikia Search wurde von den Medien vorschnell zum Google-Killer hochstilisiert (wie später auch Cuil und neuerdings Wolfram Alpha), noch bevor die Öffentlichkeit die neue Suchmaschine testen konnte.

Als dann eine Alpha-Version für die Öffentlichkeit im Januar 2008 zugänglich gemacht wurde, war die Enttäuschung groß. Die Suchmaschine war unausgereift, wesentliche Funktionen noch nicht einmal implementiert. Das Interesse von Medien und Internetnutzern nahm schlagartig wieder ab, wie auch die folgende Graphik verdeutlicht. Gerade einmal 10.000 Unique Clients pro Monat sollen es zuletzt gewesen sein, die Wikia Search nutzten.

Abnahme des Interesses an Wikia Search
Abnahme des Interesses an der sozialen Suchmaschine Wikia Search, im Vergleich mit Konkurrent Mahalo. Quelle: Google Insights for Search.

Nun kündigte Wales in einem Blogpost das Ende von Wikia Search an. Wikia Search wird demnächst einstellt. Wales will sich mit seiner Firma Wikia (die im Gegensatz zu Wikipedia gewinnorientiert arbeitet) wieder auf Funktionierendes konzentrieren, beispielsweise Wikia Answers.

Wikia Search ist nicht am neuartigen Konzept gescheitert. Dieses hätte durchaus mehr Potential gehabt. Das Problem war jedoch die Unausgereiftheit. Eine Suchmaschine braucht mehrere Jahre Entwicklung, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Jimmy Wales erklärte, dass er das Projekt gerne vorangetrieben hätte. Aber durch die Wirtschaftskrise war die Finanzierung nicht mehr gesichert. Wikia muss möglichst schnell profitabel werden muss, und bei diesem Vorhaben ist die bisher erfolglose Suchmaschine natürlich hinderlich.

Und so ist Wikia Search ein weiteres Opfer der Wirtschaftskrise. Sicher nicht das letzte Opfer der Wirtschaftskrise. Und sicher auch nicht das letzte Internet-Unternehmen, welches am übermächtigen Konkurrenten Google scheitert.

Veröffentlicht am 04.04.2009.

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