Googles Dominanz am Suchmaschinenmarkt ist insbesondere in Europa erschreckend. Wer bei Google unten durch ist, verliert den Großteil seiner Besucher. Deswegen warten viele Webmaster auf jemanden, der Google ein paar Markanteile wegschnappen kann. Die Hoffnungen ruhen dabei langfristig auf der verbesserten Live
-Suche von Microsoft, bei der sozialen Suche Wikia Search vom Wikipedia-Gründer Wales und Ask.com.
Von Ask gibt es jetzt auch gute Nachrichten. Eine groß angelegte, weltweite und nicht umumstrittene Werbekampagne (Ask the algorithm
) konnte tatsächlich die Bekanntheit drastisch erhöhen. Laut Daten von ComScore und einem Bericht von TechCrunch haben sich die monatlichen Besucherzahlen wie folgt entwickelt:
Die Quartalszahl ist der Durchschnitt der monatlichen Besucherzahlen. Q4-2007 ohne Dezember. Daten: Comscore.
Das Gesamtwachstum war beachtenswert - die Zuwächse einzelner Teilbereiche sind auf den ersten Blick noch beeindruckender:
Vergleichszeitraum November 2006 bis November 2007. Daten: Comscore.
Bei kritischer Betrachtung muss man natürlich sagen, dass die Basis von 2006 ziemlich niedrig war, weshalb man das prozentuelle Wachstum nicht überbewerten sollte. Gewinne gab es neben Deutschland (+844%) und Spanien (+2063%) auch in Frankreich (+266%) und Italien (+124%). Nur in den Niederlanden sind die Zahlen um 4% zurück gegangen. Bei den Teildiensten haben die Ask Maps und Weather verloren.
Insgesamt lässt sich sagen: Ein kleiner Lichtblick, aber eine ernst zu nehmende Konkurrenz ist Ask noch lange nicht. Dazu ist der derzeitige Markteinteil (etwa 4 bis 5% weltweit) noch viel zu klein, derzeit bekomme ich etwa 0,1% meiner Besucher von Ask. Die Suchmaschine macht aber bei den Suchresultaten gute Fortschritte, die englische Suche ist auch sehr gut aufbereitet. Langfristig könnte aus dem früher bereits totgesagten Ask.com noch etwas werden ...
Ask Ask.com Ask the algorithm ComScore Marktanteil Wachstum Wikia Search