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Sproose: Metasuchmaschine 2.0

Sproose Logo

Die Leistung von Suchmaschinen wie etwa Google ist beachtlich: Es gibt mehrere Milliarden Seiten im Internet, und trotzdem findet man mit einer Suchmaschinen meist das gewünschte Ergebnis. Dennoch sind Suchmaschinen noch lange nicht perfekt. Deswegen gibt es auch immer wieder neue Ansätze, um die Internet-Suche weiter zu verbessern.

Ein solcher Ansatz sind Metasuchmaschinen. Eine Metasuchmaschine verwendet keinen eigenen Suchindex, sondern leitet die Suchanfrage an mehrere andere Suchmaschinen weiter. Die besten Resultate der der einzelnen Zulieferer werden anschließend gesammelt und nach einem eigenen Verfahren sortiert. Zu diesen Suchmaschinen gehören etwa Metager, Metacrawler oder Vivisimo. Trotz des vielversprechend klingenden Ansatzes konnten sich Metasuchmaschinen aber nie wirklich durchsetzen.

Nun baut eine neue Suchmaschine auf diesem Konzept auf: Sproose. Sproose ist aber keine klassische Metasuchmaschine. Sie kombiniert soziale Suche und Metasuche zu etwas, das man soziale Metasuchmaschine oder Metasuchmaschine 2.0 nennen könnte. Das Motto lautet human powered search und user improved results. Ganz im Stile von Seiten wie Digg kann jeder Besucher die Suchergebnisse positiv bewerten oder aber als Spam einordnen.

Sproose Suchergebnisse

Die Qualität der Suchergebnisse kann sich sehen lassen, diese sind nämlich wirklich gut. Das dürfte zu einem großen Teil an der Metasuchmaschine liegen (Ergebnisse werden von Yahoo, Live und Ask geliefert), denn Bewertungen liegen noch wenige vor. Ein wenig störend ist nur die relativ große Anzahl an bezahlten Links, die man zu sehen bekommt.

Wikia-Konkurrent und Google-Killer?

Falls die Suchmaschine ihre Bekanntheit erhöhen kann, wird sie wohl zu einem ernsthaften Konkurrenten zu den Social Search Engines Mahalo und Wikia Search. Das Konzept von Sproose hat vor allem einen Vorteil gegenüber Wikia Search: Man spart sich einen aufwendigen Aufbau eines eigenen Suchindexes und konzentriert sich lieber auf die soziale Komponente der Suche.

Immer wenn man von einer viel versprechenden Suchmaschine spricht, kommt auch die Frage hat sie denn das Potential zum Google-Killer?. Diese Frage muss man klar verneinen - Sproose ist nur eine Metasuchmaschine und somit von anderen Suchmaschinen abhängig, deren Index nicht so gut ist wie der von Google. Außerdem spielt Sproose sowieso in einer ganz anderen Liga - es ist eine kleine und weitgehend unbekannte Suchmaschine, wenn auch mit Potential. Sollte sich das Konzept der sozialen Suche durchsetzen, hat Google zudem genug Ressourcen um auf den Trend aufzuspringen. Erste Experimente gibt es bereits!

Hintergründe zum Unternehmen

Im deutschsprachigen Raum ist Sproose ein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Selbst in einschlägigen Foren und auf Nachrichten-Portalen wie Heise habe ich keine Berichte gefunden. Aber das wird schon noch kommen - die deutsche Version der Suchmaschine gibt es erst seit Dezember 2007.

Gegründet wurde Sproose Inc. von Bob Pack, der Firmensitz ist in Danville (Kalifornien, USA). Eine erste Version der Sproose-Suchmaschine kam im November 2005 online. Hinter dem Unternehmen stehen keinerlei große Investoren, erste Gewinne will man ab 2009 machen.

Veröffentlicht am 08.02.2008.

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