Ask übernimmt die Lexico Publishing Group, welche Eigentümerin der bekannten englischsprachigen Websites Dictionary.com, Thesaurus.com und Reference.com ist. Der Deal in der Höhe von rund 100 Millionen Dollar soll der Suchmaschine Ask zu weiteren Wachstum verhelfen.
Die dritte Maiwoche 2008 brachte ungewöhnlich viele Übernahmen großer Internetfirmen mit sich. Zuerst wurde das Medienunternehmen CNET für die stolze Summe von 1,8 Milliarden US-Dollar an die CBS verkauft. Kurz darauf wurde wechselte Plaxo um geschätzte 150 Millionen Dollar den Besitzer, und gehört nun zu Comcast. Am Freitag wurde dann die Übernahme von Lexiko durch Ask-Eigentümer IAC per Pressemitteilung bekannt gegeben.
Lexico, genau genommen die Lexico Publishing Group, ist Betreiber der bekannten englischsprachigen Websites Dictionary.com, Thesaurus.com und Reference.com. Laut den Daten von comScore erreichen die drei Websites zusammen monatlich fast 16 Millionen Besucher (Unique Visitors), bei jährlichen Wachstumsraten von etwa 30 Prozent. Laut Ask-Pressemitteilung surfen 88% der Besucher die Webangebote direkt an (also direkte Eingabe über Adresszeile oder über Bookmarks). Dies ist von besonderer Bedeutung, da die Seite nur minimal vom Traffic der etablierten Suchmaschinen abhängig ist.
Ask.com, welche im vergangenen Jahr bereits aus eigener Kraft hohe Wachstumsraten verzeichnen konnten, will mit der Übernahme weiter wachsen. Laut Unternehmensangaben soll sich die Reichweite alleine durch die Akquisition auf 145 Unique Visitors (+11%) erhöhen. Der genaue Kaufpreis ist nicht bekannt. Im Vorjahr wurde bereits ein Verkauf an Answers.com ausverhandelt, der dann allerdings an der mangelnden Liquidität von Answers.com scheiterte. Der Deal wurde damals auf rund 100 Millionen US-Dollar beziffert.
Bedeutend für die Übernahme war auch, dass bei der Suchmaschine Ask.com oftmals lexikalischen und enzyklopädischen Einträgen gesucht wird. Das Wort dictionary
(Wörterbuch) selbst war bei Ask das zweithäufigste Suchwort im Jahr 2007. Ask und die Lexico-Websites hätten Besucher mit ähnlichen Interessen, die Übernahme sei somit eine logische Erweiterung des Ask-Webangebots. Ähnlich scheint auch Google zu denken: Der Suchmaschinenriese hat bereits vor einiger Zeit eine eigene Enzyklopädie angekündigt, seitdem hat man von dieser aber nichts mehr gehört ...
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