OptOut-Möglichkeit für Google Analytics angekündigt
Google will in Zukunft den Internetnutzern eine OptOut-Möglichkeit anbieten, um nicht mit Google Analytics erfasst zu werden. Für Website-Betreiber könnte diese leichte Verfälschungen der Website-Statistiken bedeuten.
Zweifelsohne ist Google Analytics das umfangreichste und leistungsstärkste Webanalyse-Tool, welches kostenlos angeboten wird. Aus diesen Gründen hat es auch eine sehr starke Verbreitung — was aus Sicht des Datenschutzes nicht unbedenklich ist. Ob Analytics überhaupt mit dem europäischen und deutschen Datenschutzrecht vereinbart werden kann, ist derzeit Gegenstand zahlreicher Prüfverfahren.
Google scheint spätestens nach dem Datenschutz-Malheur bei Google Buzz erkannt zu haben, dass der Internetgigant beim Thema Datenschutz sensibler werden muss, um nicht das Vertrauen der Nutzer gänzlich zu verlieren. Nachdem die eindeutige Nutzerkennung aus dem Webbrowser Google Chrome in der Version 4.1 entfernt wurde, kündigte Google im Analytics-Blog nun auch eine globale OptOut-Möglichkeit für Google Analytics an. Dies soll über ein Browser-Plugin funktionieren (für welche Browser ein derartiges Plugin verfügbar sein wird ist noch nicht bekannt), bei Aktivierung werden diese Nutzer dann nicht mehr in den Statistiken erfasst.
Für Website-Betreiber stellt sich natürlich die Frage, welchen Einfluss das auf die Website-Statistiken haben wird. Trends und Optimierungsmöglichkeiten werden sich auch weiterhin problemlos aus den Statistiken herauslesen lassen. Zunehmend verfälscht*) sind damit lediglich die absoluten Zahlen, die in der Webanalyse sicher nicht die wichtigsten Kennzahlen sind.
Das Ausmaß der Abweichungen wird davon abhängen, wie stark diese OptOut-Möglichkeit von den großen Medien einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht wird (da nicht wenige davon selbst Analytics einsetzen, ist das möglicherweise gar nicht in deren Interesse). Es ist nicht anzunehmen, dass plötzlich ein signifikanter Anteil der Besucher diese OptOut-Möglichkeit tatsächlich in Anspruch nehmen wird. Websites, deren Besucher besonders Technik-affin bzw. Datenschutz-sensibel sind, sollten sowieso zusätzlich einen internen Tracker verwenden, wenn die absoluten Zugriffszahlen tatsächlich von Relevanz sein sollten.
*) Bereits jetzt kann kein Webanalyse-Tool zu 100% korrekt tracken. Im Fall von Google Analytics reicht deaktiviertes JavaScript, um nicht getrackt zu werden. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, die Auslieferung des GA-Codes über Filterlisten im Browser oder mittels Firewall zu blockieren. Hunderprozentig alle Zugriffe werden nur von serverseitigen internen Trackern erfasst, diese haben jedoch das Problem, dass sie Zugriffe von Menschen und weniger bekannten Bots nicht ausreichend genau unterscheiden können.
Artikel veröffentlicht von Thomas Graf am 20. März 2010 | Tweet
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bilderrahmen-kaufen.de 20. März 2010 [#] |
aber welche guten alternativen gibt es? |
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Johann 21. März 2010 [#] |
Wenn man die Google-Tracking-Server nicht blockt, kann man google-analytics.com (und quantserve.com vielleicht auch gerade) in die Liste der Domains aufnehmen, von denen keine Bilder (die Tracking-Pixel) geladen werden. Geht in Firefox 3 über Edit -> Preferences -> Content -> Load images automatically -> Exceptions. |