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Werbeblocker aus Website-Betreiber-Sicht

Für Internet-Nutzer zumindest kurzfristig ein Segen, für Website-Betreiber ein Feindbild: der Werbeblocker. Doch sind Werbeblocker wirklich ein so großes Problem und wie kann man einem möglichen Einnahmen-Entgang entgegenwirken?


Der überwiegende Teil der Internetangebote finanziert sich heutzutage (sofern diese nicht als verlustbehaftetes Hobby von Privatpersonen betrieben werden) über Werbung. Premiumangebote funktionieren nur auf wenigen Plattformen gut — was einerseits an der niedrigen Zahlungsbereitschaft der Benutzer, aber auch an den Bezahlsystemen liegt.

Die wirtschaftliche Notwendigkeit von Werbung auf Websites ist daher unumstritten. Die Nutzer fühlen sich von Werbung allerdings oftmals genervt und greifen mitunter zu Werbeblockern. Für Website-Betreiber eine unerwünschte Situation, denn dadurch entgehen diesem potentielle Werbeeinnahmen. Doch wie hoch ist der Einnahmenentgang und welche Gegenmaßnahmen können ergriffen werden?

Die Höhe des Einnahmenentgangs ist schwer zu beziffern. Zuverlässige Daten dazu gibt es keine. Je Internet-affiner das Zielpublikum ist, desto öfter kommt die Werbung wegen Werbeblockern oder deaktiviertem Javascript/Flash nicht durch. Allerdings sollte man den Einnahmenentgang nicht überschätzen. Gerade jene Nutzer, die gezielt zu Blockiermaßnahmen greifen, würden ohnehin oft nicht auf die Werbung klicken. Denn je bewusster man Werbung als Werbung wahrnimmt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Klicks — und wer bewusst einen Werbeblocker installiert, erkennt idR im Gegensatz zu vielen anderen Werbung auch auf dem ersten Blick als solche.

Problematisch (im Sinne eines tatsächlichen Einnahmenentgangs) sind daher eher Nutzer, die zwar einen Werbeblocker laufen haben, diesen aber nicht gezielt eingerichtet haben. So blockieren manche Internet-Security-Programme mittlerweile auch standardmäßig Werbung. Hier wäre eine Rücksichtname der Hersteller auf die Internetwirtschaft gefragt — in den Voreinstellungen sollte dieser Werbeblocker deaktiviert werden. Das wiederum setzt allerdings voraus, dass die Werbung keinen Schadcode enthalten und von Werbeanbieter verantwortungsvoll geprüft wird.

Derartige Probleme kann man jedoch mitunter umgehen, wenn man nicht ausschließlich auf Werbenetzwerke wie Google AdSense, Affilinet, Contaxe und Konsorten setzt. Große Websites mit Direktvermarktung können bei der Werbeauslieferung beispielsweise auf einen eigenen Ad-Sever setzten anstelle von externen Lösungen à la Google AdManager. Aber auch für kleinere Websites gibt es Möglichkeiten: so werden Affiliate Links wie beispielsweise von Amazon nie gefiltert, auch wird reine Textlink-Werbung aus Werbenetzwerken nur sehr selten blockiert werden. Und zu guter Letzt gibt es auch noch die Möglichkeit Textlinks zu verkaufen, wenn man die Google Richtlinien nicht zwingend einhalten will — dann verdient man eben nicht an User-gerichteter Werbung, sondern daran dass sich andere ein besseres Ranking in Suchmaschinen erkaufen.

Veröffentlicht am 24.02.2010.

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Kommentare

Martin schrieb am 09.06.2010, 15:24 ( #1 )
Es gibt auch eine einfache Methode um Nutzer die Adblock oder andere Werbeblocker benutzen zu bitten Ihren Werbeblocker abzuschalten. Ohne aufwendige Scripts einfach per CSS.
Beispiel: http://www.topsurftips.de


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