• Weblog
  • Lexikon
  • Tools
  • Suche
  • Kontakt


  • Einnahmenverteilung bei Google AdSense offengelegt

    Google legt die Einnahmenverteilung bei Google AdSense offen. Normale Publisher erhalten 68% der Einnahmen bei Content-Seiten und 51% der Einnahmen bei Suchergebnis-Seiten.

    Einer der häufigsten Kritikpunkte an Google AdSense ist wohl die die mangelnde Transparenz bezüglich der ausgezahlten Beträge. Erstens sind die Klickpreise mitunter nur schwer nachvollziehbar (siehe beispielsweise 0-Cent-Klicks). Zweitens machte Google bisher auch keine genauen Angaben darüber, wie viel Prozent der bezahlten Klickpreise einbehalten wurden.

    Zumindest bezüglich des einbehaltenen Anteils sorgt das Google AdSense-Team nun endlich für Klarheit. Dies dürfte in unmittelbaren Zusammenhang mit einem vor wenigen Tagen ergangenen Urteil der italienischen Kartellbehörde stehen — dieses zwingt Google zumindest in Italien dazu, diese Werte offenzulegen. Google macht aus dieser Not eine Tugend, und gibt die weltweit scheinbar einheitlichen Werte nun im Sinne der Transparenz im AdSense-Blog bekannt.

    Bei AdSense für Content-Seiten zahlt Google der überwiegenden Mehrheit der AdSense-Publisher genau 68% der bezahlten Werbepreise aus (seit dem Jahr 2003 unverändert). Bei AdSense für Suchergebnisseiten sind es 51% (zuletzt im Jahr 2005 erhöht und seitdem unverändert). Mit der überwiegenden Mehrheit dürften normale Publisher gemeint sein, die sich keine Premium-Konditionen ausgehandelt haben. Der Unterschied zwischen den beiden Produkten ist mit den höheren Entwicklungs- und Betriebskosten für die Such-Infrastruktur zu erklären.

    Für weitere AdSense-Produkte (Feeds, mobiler Content, Games) wurde dieser Anteil nicht leider offen gelegt. Diese Produkte würden sich laut Google ständig entwickeln, womit Veränderungen bei der Kostenstruktur und somit bei den ausgezahlten Anteilen einhergehen würden. Diese Aussage verwundert ein wenig, wenn man bedenkt, wie stabil die ausbezahlten Anteile bei den anderen beiden Produkten sind. Ohnehin behält sich Google das Recht vor, die Anteile zu verändern, wenn es zu signifikanten Änderungen in der Kostenstruktur kommen sollte.

    Googles bisherige Verschwiegenheit bei den ausgezahlten Anteilen dürfte damit zusammenhängen, dass Googles Anteile auf dem ersten Blick relativ hoch sind. Konkurrierende Werbenetzwerke könnten so damit werben, dass ihre Ausbezahlungen höher wären. Unerfahrene Website-Betreiber könnten sich mitunter zu anderen Anbietern locken lassen, wenn sie nicht auf den absoluten Auszahlungsbetrag achten. Ein Netzwerk mit geringeren Investitionen kann zwar anteilsmäßig mehr auszahlen, wird zugleich aber möglicherweise eine schlechtere Performance bieten.

    Googles AdSense-Netzwerk trägt einen wesentlichen Anteil zum Konzerngewinn bei. Laut Googles Geschäftsbericht für 2009 hat das AdSense-Netzwerk in diesem Jahr 7,17 Milliarden Dollar an Einnahmen gebracht. Dabei handelt es sich um 31,3% der jährlichen Werbeeinnahmen bzw. 30,3% der jährlichen Gesamteinnahmen. Wenn man vereinfachend das Verhältnis von Betriebsergebnis zu Gesamteinnahmen (8,31 Mrd$ : 23,65 Mrd$ = 35,4%) heranzieht, kann man dem AdSense-Netzwerk einen Gewinn von 2,54 Milliarden Dollar zuschreiben.

    Wenn man die oben genannten Zahlen betrachtet, muss Google daran gelegen sein, die Website-Publisher bei der Monetarisierung ihrer Websites langfristig an AdSense zu binden. So wird nun beispielsweise an der Generalüberholung der – mittlerweile stark in die Jahre gekommenen – AdSense-Oberfläche gearbeitet. Interessenten können sich für einen Betatest bewerben. Das neue AdSense-Interface bietet nicht nur höheren Benutzungskomfort, sondern auch verbesserte Statistiken.

    Artikel veröffentlicht von am 24. Mai 2010 |


    Trackback zu diesem Artikel Datum
    * 27.05.2010

    Bisher wurden leider keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

    Kommentar verfassen

    Name (*)
    Homepage
    E-Mail
    Twitter-Name
    Sicherheitscode (*)
    Tippe den Stadtnamen Boston ab.