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Pagerank-Herabsetzung für Linkverkäufer

Der Oktober 2007 wird der SEO-Gemeinde sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Neben einigen kleinen Neuerungen (zuletzt überarbeitete Sitelinks) gab es zwei Wellen von Pagerank-Herabsetzungen.

Anfang Oktober litten vor allem Artikelverzeichnisse, Webkataloge und Spam-Seiten unter einem Pagerank Korrektur-Update. Auch ein paar Linkverkäufer wurden abgestraft. Prominentestes Beispiel war das Online-Magazin Stanford Daily, wo ein Link dank PR9 und Edu-Domain vielleicht die 350$ monatlich wert war? Danach hatte der Stanford Daily nur noch PR7.

Doch wer dachte, das wäre alles, hat sich gewaltig geirrt. Jetzt, drei Wochen später, kommt die zweite Welle. Beispiele für große Verlierer gibt es massig. Der Pagerank vom Stanford Daily ist übrigens noch weiter gefallen: PR5 zeigt der grüne Balken jetzt.

Prominente Verlierer

Wer es noch nicht in anderen Blogs gelesen hat, kann hier über ein paar Verlierer lachen oder mitweinen. Der Pagerank ist noch nicht bei allen Datacenters aktualisiert, 66.249.93.104 und 216.239.59.103 eignen sich aber gut zum Nachschauen.

Seite Alt Neu
Statcounter 10 6
Standford Daily 9 5
ETracker 8 5
Golem 8 6
Chip.de 7 4
Search Engine Journal 7 4
Search Engine Roundtable 7 4
Heise Telepolis 7 5
Die Zeit 7 5
TAZ 7 5
Washington Post 7 5
Forbes 7 5

Allerdings hat es auch viele kleinere Blogs getroffen, die vormals Pagerank 4 oder 3 hatten und jetzt auf PR 2 gefallen sind. Inbesondere Trigami-Blogger sind davon betroffen. Auf der anderen Seite kamen aber auch andere Link-Verkäufer ungeschoren davon. Noch?

Keine Veränderung in Rankings

Trotz zahlreicher Abstürze konnte nach bisherigen Meldungen noch keiner große Änderungen in den Rankings feststellen (die genannten Verlieren fallen in keine Kategorien, die ich aktiv beobachte). Das lässt natürlich mehrere Vermutungen zu:

Wie auch immer, Google hat uns gezeigt, dass sie es mit dem Verbot von Linklove gegen Geld äußerst Ernst meinen ...

Ob die Linkkäufer auch einmal so richtig draufzahlen müssen, ist aber fraglich. Zu leicht wäre es, einen Link für eine Konkurrenz-Seite zu kaufen, um so einen Konkurrenten Ranking-technisch ins Hinterland zu befördern ...

Aufschrei und Lob

Die Meinungen über die ganze Sache sind natürlich gespalten. Einerseits setzt Google alles daran, den Linkhandel - und damit eine wichtige Einnahmequelle für viele gute Seiten - zu zerstören. So nebenbei ist das auch die Geldquelle, mit der man die Besucher am wenigsten belästigt, weil die ja gar nicht das Ziel sind.

Andererseits sollten die meisten Pro-Webmaster wissen, dass Google den Linkkauf eindeutig verbietet. Und wer bei Google vorne sein will, muss halt nach ihren Regeln spielen. Ohne Google wäre Linkhandel nicht einmal als Einnahmequelle geeignet. Im Großen und Ganzen sage ich also, dass Google Recht hat, diese Sache durchzuziehen. Wer mehr in dieser Richtung lesen will, sei auf Google straft die Bösen und Eigentlich hat Google Recht! verwiesen - die beiden treffen meine Meinung ziemlich gut ...

Veröffentlicht am 25.10.2007.

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