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  • Google Chrome: Webbrowser von Google

    Nach jahrelangen Spekulationen ist es nun Wirklichkeit: Google k├╝ndigte einen neuen Open-Source Webbrowser namens Google Chrome an. Mit innovativen Konzepten will der Suchmaschinengigant jetzt auch den Suchmaschinenmarkt aufmischen.

    Bereits seit Jahren gibt es Spekulationen, dass Google in den Browsermarkt einsteigen w├╝rde. Lange Zeit blieben es Spekulationen, jetzt wird es Realit├Ąt. Google k├╝ndigte offiziell einen eigenen Webbrowser namens Google Chrome an. Und das just in jenem Moment, als das Duell zwischen Firefox und Internet Explorer einen neuen H├Âhepunkt erreichte.

    Trotz aller Spekulationen kam diese Ank├╝ndigung ein wenig ├╝berraschend. Derartige Ger├╝chte existieren bereits seit Jahren, Best├Ątigungen gab es allerdings nie. Stattdessen hat sich Google in den vergangenen Jahren als starker Unterst├╝tzer des Firefox hervorgetan. Im Jahr 2006 kamen 85% des Budgets der Mozilla Foundation von Google – im Gegenzug wurde die Google als Standardsuche des Browsers definiert. Der Vertrag wurde erst vor wenigen Tagen bis 2011 verl├Ąngert.

    F├╝r die Ank├╝ndigung von Google Chrome hat sich der Internetkonzern etwas ganz Besonderes ├╝berlegt: Google hat den bekannten amerikanischen Comic-Zeichner Scott McCloud engagiert, um den Webbrowser in einem 38-seitigem Comic zu pr├Ąsentieren. Diesen Comic bekam der Autor von Blog Google Blogoscoped zugesandt. Zudem sind auf einer Google-Seite Screenshots aufgetaucht. Im Laufe des Tages soll es eine Testversion zum Downloaden geben. Bereits wenige Stunden nach der Ank├╝ndigung gab es unz├Ąhliche Berichte, testen konnte die Software bisher keiner der Autoren.

    Google Chrome - Webbrowser von Google

    Googles Schritt auf den Browsermarkt ist eigentlich nur konsequent. Als dominates Internetunternehmen kann Google so viel gr├Â├čeren Einfluss auf die Entwicklung des Webs nehmen und den Fortschritt aktiv vorantreiben. Die Marke Google alleine reicht aber nicht, um einen Browser unter die Menschen zu bringen. Dementsprechend ist Google Chrome so konzipiert, dass er die Webgemeinde ├╝berzeugen kann. Die Eckpunkte von Google Chrome sind:

    • Stabilit├Ąt, nichts nervt mehr als ein Browsercrash w├Ąhrend des Arbeitens.
    • Schnelligkeit, vor allem bei Javascript-Applikationen sieht Google Verbesserungspotential.
    • Sicherheit, diese soll durch eine durchdachte Browser-Architektur verbessert werden.
    • Einfachheit und Effizienz. Eine der St├Ąrken von Google (siehe Websuche, GMail, GTalk).
    • Open-Source, ein wesentlicher Faktor f├╝r den Erfolg von freier Software (siehe Firefox).

    Google Chrome verwendet die Open-Source Rendering-Enginge Webkit, welche auch bei Safari im Einsatz ist. Webentwickler werden damit neben Trident (Internet Explorer) und Gecko (Firefox) unbedingt eine dritte Rendering-Engine ber├╝cksichtigen. F├╝r JavaScript wird eine virtuelle Maschine namens V8 inkludiert. V8 ist eine neu entwickelte JavaScript Engine mit nativer Kompilierung, was sich auf die Geschwindigkeit positiv auswirken wird.

    Der Google Browser wird auf alle Betriebssysteme portabel sein, ebenfalls ein wichtiger Faktor f├╝r die Verbreitung. Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Browsern ist, dass s├Ąmtliche Browserfenster bzw. Tabs und Plugins in seperaten Prozessen laufen sollen. So st├╝rzt im Fall des Falles nicht der gesamte Browser, sondern nur ein einzelner Browsertab ab. Speicherfresser unter den Plugins k├Ânnen zudem einfacher ausgemacht weren.

    Im Kampf gegen Malware und Phishing-Versuche l├Ądt Chrome regelm├Ą├čig Listen mit potentiell sch├Ądlichen Websites herunter. Die Trennung der Tabs in unterschiedliche Prozesse sorgt zudem daf├╝r, dass ein Browserfenster keine anderen Tabs beeinflussen kann. Au├čerdem wird Chrome einen Privacy-Modus haben, welcher mit Microsofts neuem InPrivate-Modus vergleichbar ist. Fraglich ist derzeit noch, ob es in der offiziellen Version einen Werbeblocker geben wird, der auch Googles eigene Werbung blockieren kann. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, kann diese Funktionalit├Ąt aber mit Plugins eingebaut werden.

    Trotz eines ├╝berzeugenden Konzepts gibt es durchaus kritische Stimmen zum Google Browser. Googles Dominanz im Internet ist bereits jetzt erschreckend gro├č, durch den Browser k├Ânnte diese weiter anwachsen. Ich pers├Ânlich werde wohl Opera treu bleiben – zugleich hoffe ich, dass Google Chrome Innovationen im Web vorantreiben und zur Verbreitung von neuen Webstandards beitragen wird. Der Webbrowser von Google ist zugleich aber auch als Schlag gegen Microsoft zu verstehen.

    Korrektur: An manchen Stellen war irrt├╝mlich von Google Crome die Rede. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Fehler. Der Webbrowser hei├čt nicht Google Crome sondern Google Chrome. Eine gro├če Anzahl der Besucher d├╝rfte dank diesem Tippfehler hier gelandet sein ;-)

    Artikel ver÷ffentlicht von am 02. September 2008 |


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