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  • Blog-Aggregator Rivva wird eingestellt

    Anfangs sollte es nur eine längere Pause werden, doch nun wird der Blog-Aggregator Rivva anscheind dauerhaft eingestellt. Das Projekt scheiterte unter anderem an der Finanzierung, für ein Hobby-Projekt war der Aufwand schlussendlich zu hoch.

    Der Blog-Aggregator Rivva war jahrelang eine zentrale Anlaufstelle, um sich einen Überblick über aktuelle Themen der deutschprachigen Blogosphäre zu machen. Die Verlinkungen unter den Blogs und Erwähnung auf Twitter wurden analysiert, um die verschiedenen Themen zu gewichten und besonders populäre Blogposts hervorzuheben.

    Obwohl Rivva viele Anhänger gefunden hat, war die Zukunft des Dienstes stets ungewiss. Immer wieder gab es längere Pausen und Frank Westphal, der Betreiber des Einmann-Projekts, erwog eine Einstellung. Nach einiger Zeit ging es dann meist weiter, auch wenn dafür ein Rückbau notwendig war und einige Funktionen dadurch wegfielen.

    Rivva war finanziell nicht rentabel. Zeitweise benötigte Rivva sogar vier Server um den Leistungsumfang aufrecht zu erhalten. Der einzige ernsthafte Finanzierungsversuch durch Sponsored Postings brachte nicht den gewünschten Erfolg. Es konnten nicht ausreichend Unterstützer gefunden werden, um das Projekt dauerhaft zu finanzieren.

    Blog-Aggregator Rivva wird eingestellt

    Ob schlussendlich finanzielle Gründe oder doch persönliche Erschöpfung des Ausschlag gegeben hat, ist momentan nicht bekannt. Fest steht aber, dass Rivva allem Anschein nach dauerhaft eingestellt wurde.

    Sollte der Dienst nicht doch wieder gerettet werden, so wäre dies ein sehr schmerzlicher Verlust für die deutschsprachige Blogosphäre. Denn echte Alternativen zu Rivva gibt es bisher leider nicht. Was wohl auch damit zusammenhängt, dass ähnliche Projekte auch mit rechtlichen Mitteln behindert werden.

    Dennoch ist das mangelnde Interesse von finanziell potenten Medienhäusern und Webanalyse-Unternehmen etwas verwunderlich. Rivva macht in Prinzip nichts, als vorwiegend deutschsprachige Blogs und Social-Media-Kanäle zu beobachten und analysieren. Gerade derartige Dienstleistungen (Social Media Monitoring) werden in letzter Zeit immer stärker von Unternehmen nachgefragt. Mit einem passenden Geschäftsmodell könnte auch ein derartiges Projekt reüssieren. Das setzt allerdings voraus, dass es profesionell und nicht nur als Freizeit-Projekt betrieben wird.

    Artikel veröffentlicht von am 07. Februar 2011 |


    DoFollowBlogger
    08. Februar 2011 [#]
    Ich war früher auch mal auf rivva gestoßen, schien Potential zu haben. Aber 4 Server? Wie viel Traffic wollen die denn bitteschön gehabt haben? Deren Alexa Rank liegt bei knapp 30.000, das ist nicht schlecht, aber 4 Server? Hmmm.....vielleicht doch etwas übertrieben?

    PS: Wer hat dein Theme gemacht? Das gefällt mir....
    Thomas
    08. Februar 2011 [#]
    @DoFollowBlogger: Ich nehme einmal an, dass die Server vor allem für die Daten-Aggregation benötigt wurden und nicht unbedingt für die Auslieferung der Resultate. Immerhin muss man da tausende Blogs und Twitter-Streams in regelmäßigen Abständen abrufen und auswerten. Soweit es bekannt ist wurden die Server dann bei einem Rückbau sowieso auf einen reduziert.

    Das Design hier ist übrigens selbst erstellt. Ist allerdings nicht für Wordpress, weil hier kein Wordpress im Einsatz ist ...

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