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  • Bing und Google berücksichtigen soziale Faktoren

    Jahrelang wurde über die theoretische Möglichkeit spekuliert, nun ist es von den Suchmaschinen-Betreibern bestätigt: Die Popularität einer Seite bei Twitter und Facebook wird als sozialer Faktor gesondert berücksichtigt.

    Seit Jahren wird in der SEO-Szene darüber geredet, dass Suchmaschinen eines Tages die Popularität einer Seite in verschiedenen Social Media-Diensten als Ranking-Faktoren heranziehen könnten. Während diese Idee früher vor allem auf Dienste wie Delicious, Digg und StumbleUpon bezogen war, sind heute vor allem Twitter und Facebook gemeint.

    Argumente gibt es sowohl Pro als auch Kontra. Tweets und Facebook-Posts verdrängen zunehmend Links in klassischen Blog-Formen. Klassische Links werden immer weniger organisch gesetzt und die wirklich guten Links werden von einer relativ kleinen Anzahl an Website-Betreibern gesetzt. Social Media repräsentiert hingegen die Meinung einer viel größeren Personenmasse. Auf der Negativseite stehen dagegen Manipulationsmöglichkeiten und teilweise auch der fehlende Zugang zu Daten.

    Doch diese theoretischen Argumentationen sind ab sofort obsolet. Denn laut Danny Sullivan von Search Engine Lan haben Google und Bing auf Anfrage bestätigt, dass die Popularität bei Twitter und Facebook (trotz nofollow-Attribut auf deren Plattformen) ein gesondertes Qualitätssignal ist und somit als einer von vielen Faktoren das Ranking beeinflusst.

    Google und Bing berücksichtigen die Anzahl der Tweets und Retweets bei Twitter, in denen ein bestimmten Link genannt wird. Es zählt jedoch nicht nur die schiere Quantität, sondern es wird auch der Urheber des Tweets berücksichtigt. Durch eigene Algorithmen wird die soziale Authorität eines Twitter-Users bestimmt. Links von Facebook-Fanpages zählen in ähnlicher Weise.

    Unklar ist jedoch, wie stark diese sozialen Signale im Ranking eine Rolle spielen. Bei Google werden die Daten nicht generell bei der Websuche verwendet, aber in bestimmten Situationen. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um die Realtime-Updates, auch News-Resulate und organische Resultate sind angeblich betroffen. Denkbar ist ein Zusammenhang zum QDF-Faktor. Dabei sollte jedoch auch beachtet werden, dass eine Ausweitung in den nächsten Jahren aus den eingangs erwähnten Gründen mit hoher Wahrscheinlichkeit stattfinden.

    Eines ist mit dieser Bestätigung jedoch klar: SMO (Social Media Optimization) und SEO verschmelzen endgültig. Während es früher im den indirekten Aufbau von Links ging, gibt es nun auch einen ummittelbaren Zusammenhang zwischen SMO und SEO. Die Pflege eines Twitter-Accounts und die Gestaltung einer attraktiver Facebook-Fanpage bekommen somit einen zusätzlichen Sinn. Da diese Tätigkeiten aber unterschiedliche Kompetenzen erfordern, ist hier eine Arbeitsteilung sehr gut möglich und der SEO wird sich auch in Zukunft nicht persönlich um Social Media kümmern müssen.

    Artikel veröffentlicht von am 02. Dezember 2010 |


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