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  • Nofollow-Link

    Nofollow-Links werden von Suchmaschinen im Gegensatz zur normalen Links nicht als Empfehlung gewertet und haben damit keine unmittelbaren positiven Auswirkungen auf das Ranking in einer Suchmaschine.

    Üblicherweise werten Suchmaschinen einen Link von einer Seite zu einer anderen Seite als Empfehlung. Diese Empfehlungen werden für das Suchmaschinen-Ranking herangezogen. Je mehr Empfehlungen eine Seite hat, desto besser ist sie aus Sicht der Suchmaschinen.

    Ein sogenannter Nofollow-Link ist dabei eine spezielle Ausnahme. Unter einem Nofollow-Link versteht man einen Hyperlink, welcher von Suchmaschinen nicht als Empfehlung gewertet wird. Dazu muss die linkgebende den Hyperlink speziell kennzeichnen.

    Technische Umsetzung

    Die meist verbreitete und zugleich einfachste Möglichkeit zur Kennzeichnung von Nofollow-Links ist das Link-Attribut rel="nofollow". Im folgenden Beispiel wird die Implementierung gezeigt — zuerst als normaler Link (1), danach als Nofollow-Link (2):

    1: <a href="http://pixelfolk.net/seo/linkbuilding/nofollow-link">Linktext</a>
    2: <a href="http://pixelfolk.net/seo/linkbuilding/nofollow-link" rel="nofollow">Linktext</a>

    Es gibt noch drei weitere Alternativen zu rel="nofollow", mit denen ein Link ebenfalls sicher ungültig gemacht werden kann:

    • Der Robots-Metatag erlaubt eine Kennzeichnung aller Links auf einer Seite durch <meta name="robots" content="index,nofollow" />. Dabei werden allerdings ausnahmslos alle Links auf einer Unterseite entwertet, auch die möglicherweise erwünschten Links. Diese Möglichkeit ist nur in sehr seltenen Fällen sinnvoll.
    • Über die robots.txt-Datei kann ein Suchmaschinen-Crawler komplett von einer Seite ausgesperrt werden, wodurch der Link auch nicht mehr von Suchmaschinen gewertet werden kann. Wie bei der vorherigen Möglichkeit werden dadurch alle Links dieser Unterseite ungültig. Darüber hinaus wird auch diese Unterseite nicht in den Suchmaschinen-Index kommen.
    • Zu guter Letzt kann man auch noch Cloaking einsetzen, um einzelne Links ungültig zu machen. Suchmaschinen wird dabei der Link einfach nicht angezeigt, dem normalen Benutzer hingegen schon. Diese Möglichkeit ist jedoch kompliziert zu implementieren und verstößt eigentlich gegen die Google-Richtlinien.

    Einige andere Linktypen — wie beispielsweise ein Link innerhalb von einem Javascript-Abschnitt — werden möglicherweise abgewertet, es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Links vollkommen entwertet werden.

    Wer zu SEO-Zwecken einen Link einkauft oder Links tauscht, sollte stets darauf achten, dass es sich hierbei um keinen Nofollow-Link handelt. Denn ansonsten ist dieser Link nur von geringem Wert (möglicherweise kommen noch Besucher über diesen Link, unmittelbare positive Auswirkungen aufs Suchmaschinen-Ranking haben diese allerdings nicht).

    Motivation und Bedeutung für SEO

    Der nofollow-Tag wurde von Suchmaschinen ursprünglich 2005 eingeführt, um Betreibern von Blogs und Social-Media-Websites im Kampf gegen den Spam zu helfen. Wenn beispielsweise die Links im Kommentaren automatisch mit rel="nofollow" versehen werden, sinkt dadurch die Attraktivität für Spammer. Und die Suchmaschinen profitierten davon, weil die Suchergebnisse dadurch schwieriger mit Kommentarspam zu manipulieren sind.

    Doch schon bald darauf verlangte Google, dass Website-Betreiber alle Links als nofollow-Links kennzeichnen sollen, wenn diese keine Empfehlung darstellen. Dies zielt in erster Linie auf gekaufte bzw. getauschte Links ab, welche SEOs oftmals kaufen um ein besseres Ranking zu erlangen. Seitdem droht Google immer wieder mit Abstrafungen falls ein verkaufter Link nicht entsprechend gekennzeichnet wird (in der Praxis kann natürlich nur ein kleiner Teil der gekauften Links von Google ohne die Hilfe des Webmasters erkannt werden).

    SEOs erkannten aber auch das Potential, um Nofollow-Links zum eigenen Vorteil auszunutzen. Der sogenannte Linkjuice (also wie viel Stärke eine Seite durch Links an andere Unterseiten weitergeben kann) wird stets durch die Anzahl der ausgehenden Links auf einer Seite geteilt. Während bei 5 Links jede Seite 20% bekäme, sind es bei 10 Links nur noch 10%. Durch das nofollow-Attribut konnte man gezielt steuern, auf welche Unterseiten der Linkjuice konzentriert fließen sollte. Dies wurde Link-Sculpting genannt.

    Link-Sculpting führte allerdings zu unerwünschten Auswüchsen. Aus diesem Grund wurde von Google das Verhalten bei Nofollow-Links etwas verändert. Nofollow-Links fließen in die Zählung der ausgehenden Links ein, der Linkjuice wird aber nicht weitergegeben sondern verdampft. Während eine Seite mit 5 normalen Links und 5 Nofollow-Links früher je 20% auf die normalen Links vererbte, werden jetzt nur noch 5x 10% vererbt und die restlichen 50% verschwinden einfach. Daher hat Link-Sculpting mittlerweile an Bedeutung verloren.

    Der ursprüngliche Zweck ist jedoch erhalten geblieben. Wenn es auf der Website eine Möglichkeit gibt um ohne zeitnahe Kontrolle beliebige Links unterzubringen, sollten diese auch mit dem nofollow-Attribut versehen werden. Ansonsten besteht die Gefahr, das Spam-Seiten verlinkt werden, was auch zu einer Abwertung der linkgebenden Website führen kann.

    Artikel veröffentlicht von am 20. Januar 2011 |


    Stitch
    22. November 2011 [#]
    Erstmal vielen Dank für die Übersicht. Also wenn ich auf meiner HP werbung veröffentliche, bin ich also nach Google verpflichtet Werbelinks mit dem nofollow - Attribut zu versehen, ansonsten risikere ich eine "Abstrafung"? Da verdient Google Milliarden mit Werbung und dann sowas. Wer Macht hat, macht was er will. :)
    GvL
    12. Januar 2012 [#]
    Guter Artikel zum Thema! Allerdings kann man durch den internen Einsatz des nofollow-Attributs auch ein effizientes Crawlen der eigenen Webseite unterstützen und so an der einen oder anderen Stelle sicher etwas "Crawling-Budget" einsparen.
    Estefanai
    01. März 2012 [#]
    Erstmal vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Ich kann also davon ausgehen, dass Links wie Impressum, Kontakt etc. aufgrund Nichtrelevanz grundsätzlich auf Nofollow gesetzt werden können?
    Thomas
    03. März 2012 [#]
    @Estefanai: Wie der Artikel erklärt, ist genau das eigentlich sinnlos.
    web-shop-hosting.de
    24. Mai 2012 [#]
    Ich bin auf der suche nach einer Möglichkeit die Seiten von denen auf mich gelingt wird ungültig zu erklären für Google. Also möchte ich nicht, dass auf mich etwa von englischen Seiten gelingt wird. Wie kann ich dem Google mitteilen, dass diese Verlinkung nicht von mir erwünscht ist? Mein SEO Berater meint, dass manchmal Konkurrent auf mich von den SPAM Seiten verlinkt, um so meine Seite in der Suche runter zu drücken. Kennt jemand diese Möglichkeit? Bitte erzählt mir nicht, dass dieser Gedanke sinnlos ist, das vermute ich auch so :). Ich möchte nur wissen, ob so etwas geht?
    Thomas
    25. Mai 2012 [#]
    Nein, das geht derzeit noch nicht.
    Weil es in letzter Zeit aber immer wieder Diskussionen gab, ob man mit Spam-Links jemanden schaden kann, haben sich schon viele ein Tool zur Entwerung von eingehenden Backlinks gewünscht. Vielleicht reagiert Google ja darauf.
    Susanne
    12. Dezember 2012 [#]
    Interessanter Artikel.
    @Thomas:
    Wie ist es denn mit bad neighborhood?
    Wenn ein Konkurrent zb. von den PPP-Seiten Seiten auf Seiten verlinkt, die er loswerden möchte?
    Isabell
    19. Dezember 2012 [#]
    @stich:
    das denke ich auch. Abschreckung -> Money, money, money für google!!

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