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  • Gehören nofollow-Links in den natürlichen Linkmix?

    Manche SEO-Experten empfehlen den aktiven Aufbau von nofollow-Links, um ein möglichst natürliches Linkprofil zu erhalten. Die Optimierung auf einen bestimmten nofollow-Anteil kann unter Umständen aber ein Fehler sein.

    In den vergangenen beiden Jahren hat das Thema natürlicher Linkmix zunehmend an Bedeutung gewonnen. Neben den Dimensionen Menge, Qualität und Themenrelevanz taucht der Begriff Linkdiversität (also die richtige Mischung) immer öfter in Diskussionen auf. Signifikante Abweichung von einem durchschnittlichen organischen Linkprofil sind mögliche Indikatoren für einen (von Google unerwünschten) aktiven Linkaufbau.

    Eine umstrittene Frage ist jedoch, ob man im Rahmen des Linkbuildings auch gezielt nofollow-Links aufbauen sollte, um einen (nicht genau bekannten) natürlichen Prozentanteil an nofollow-Links zu erhalten. Zahlreiche Experten vertreten jedenfalls die Meinung, dass man gelegentlich auch gezielt nofollow-Links setzen sollte.

    Doch sind nofollow-Links wirklich ein Zeichen für ein natürliches Linkprofil? Nicht unbedingt, denn ein höherer nofollow-Anteil korreliert mit einem aktiven Linkaufbau. Derartige Links findet man am oft in Blogkommentaren und Trackbacks — und wer derartige Backlinks besitzt, hat sie in den meisten Fällen auch selbst dort platziert (natürlich muss die Absicht dahinter nicht immer ein SEO-Ziel gewesen sein).

    Andererseits sind manchmal auch echte organische Links (im Sinne von echten Empfehlungen) mit dem nofollow-Attribut versehen. Links mit diesen Eigenschaften kann man beispielsweise in Foren oder auf Social Media Plattformen finden.

    Wir sollten jedoch davon ausgehen, dass Google verschiedene Website-Typen und Link-Typen erkennen kann. Links aus Kommentaren, Trackbacks, Social Meda Plattformen und Foren sind anhand von einfachen Heuristiken unterscheidbar — und bei Standard-Software wie Wordpress, phpBB oder vbBoard sollte das überhaupt ein Kinderspiel sein.

    Daher würde ich abschließend folgende Empfehlungen zu diesem Thema abgeben:

    • Man sollte nicht jede Art von nofollow-Links gezielt aufbauen, nur um eine bestimmte Quote zu erreichen. Sondern ausschließlich jene Links, die als echte Empfehlung kommen können. Links aus Social Media Plattformen und Foren eignen sich dafür. Links aus Blog-Kommentaren sind hingegen kein Zeichen für organischen Linkaufbau.
    • Es gibt keine Beweise für einen positiven oder negativen Einfluss durch den Anteil an nofollow-Links. Der Anteil von natürlichen nofollow-Links kann zudem je nach Seitentyp sehr unterschiedlich sein, weshalb es keinen einheitlichen Richtwert gibt. Während manche deutlich über 10% kommen, sind laut Auswertung von SEOMoz weniger als 2,5% aller Links mit dem nofollow-Attribut ausgezeichnet. Auch die Aussagen von Matt Cutts deuten auf einen sehr niedrigen Anteil hin.
    • Falls man an die Bedeutung des richtigen nofollow-Anteils glaubt: Um den passenden Wert herauszufinden, sollte man die organisch erhaltenen Links der individuellen Website untersuchen und ausschließlich deren nofollow-Anteil als Richtwert nehmen. Wenn man diesen Prozentsatz konstant hält, sollte es keinesfalls negative Auswirkungen geben. Aktiv aufgebaute Links sollten in die Rechnung nicht einbezogen werden. Unter Umständen kommt man dann sogar zum Ergebnis, dass der nofollow-Anteil gesenkt werden sollte. Daher sollte man auf keinen Fall blind auf den kolportierten 10%-Anteil abzielen!

    Artikel veröffentlicht von am 14. Januar 2011 |


    Markus Bauer
    14. Januar 2011 [#]
    Hallo Thomas,
    Du weißt, ich bin sonst ein Anhänger Deiner Posts, aber heute 3 (kritische) Anmerkungen:
    Kommentare bzw. der Aufbau von (Nofollow) Links zielen nicht nur auf Rankings, sondern oft auf Direkt-Traffic (der für viele kleinere Seiten Quelle #1 ist).
    Aktiver Linkaufbau mit Fokus Traffic (statt "PageRank" bzw. Linkpopulärität) sollte nach wie vor kein grundsätzliches Problem (für Google) sein.
    Und wie Du sagst: Zu erkennen, aus welchem Kontext der Link kommt, ist einfach. Wenn es also ab einem gewissen Punkt negative Ranking-Relevanz haben sollte, dass Links aktiv (vorwiegend über Kommentare, Verzeichnisse, Bookmarks & Co.) aufgebaut werden, dann wäre das Problem (für Google) doch wohl eher, dass die Links selbst gesetzt werden (also keine Empfehlungen im eigentlichen Sinne sind), als dass diese (zu einem unnatürlich großen Teil) mit nofollow verlinken.
    Viele Grüße, Markus
    Thomas
    14. Januar 2011 [#]
    @Markus:

    Du hast natürlich Recht, dass Kommentarlinks für kleine Blogs eine Trafficquelle sind (ich sehe den Aufbau von Kontakten als noch wichtigeren Aspekt, aber das ist hier ja nicht das Thema). Ich habe es daher auch tunlichst vermieden, von Kommentaren abzuraten (ich würde mir ja für die Blogosphäre sogar das Gegenteil wünschen). Daher möchte ich schon klarstellen: In diesem Blogpost geht es wirklich nur darum, dass man nicht Kommentare schreiben soll, nur um eine bestimmte Quote an nofollow-Links zu erreichen. Es gibt viele gute Gründe für Kommentare, aber der nofollow-Link für ein angeblich natürliches Linkprofil gehört nicht dazu. Ich halte einfach die Behauptung falsch, dass man Nofollow-Kommentare oÄ zwecks Linkdiversität aufbauen soll.

    Meine Zweifel daran, ob der Anteil an nofollow-Links überhaupt relevant ist, sollten auch schon im Blogpost durchschimmern. Wenn wir die Quote als irrelevant betrachten, kommen wir schlussendlich wieder zum gleichen Ergebnis, dass der aktive Aufbau von nofollow-Links (nur um des nofollow willen) unnötig ist. So oder so - ganz egal was man jetzt glaubt - man sollte nicht unüberlegt auf 10% nofollow-Links o.Ä. abzielen. Es ist im schlimmsten Fall ein Indikator für unnatürlichen Linkaufbau (wenn man an die Berücksichtigung von nofollow-Links glaubt) und im besten Fall nur (wiederum aus reiner SEO-Sicht) unnötig.
    Sebastian
    14. Januar 2011 [#]
    m.E. halte ich es für Zeitverschwendung, sich um den Pronzentsatz an nofollow-Links zu scheren. Es sei denn man hat sich sein Link-Profil durch Einkaufsmaßnahmen ohnehin schon versaut. Dann kann man etwas gegensteuern, aber am ehesten, indem man einige der eingekauften Links mit "nofollow" maskiert und nicht 999 zusätzliche nofollow-Links aufbaut. Wer also vollkommen unkundig einfach mal im großen Stil bei Linklift shoppen war, dem hilft der Beitrag bei 'tameco' durchaus schon mal in der Hinsicht weiter, dass es eben Websites gibt, die durchaus einen gewissen Prozentsatz an "nofollow" Links aufweisen und damit gut fahren.

    Dass Google einen "bestimmen Anteil" als notwendiges/positives/negatives Signal erachtet entzieht sich meinen Beobachtungen vollkommen...
    Thomas
    14. Januar 2011 [#]
    Sehe ich ebenso, bisher konnte mir niemand überzeugende Indizien für die Bedeutung des nofollow-Anteils vorlegen. :-)
    jan
    23. Januar 2011 [#]
    Ich bin auch der Meinung das ein gewisser Linkmix wichtig ist, wobei aber natürlich der Follow Link mir lieber ist aus SEO Sicht
    Hendrik
    15. Februar 2012 [#]
    Ich bezweifel auch, dass Google einen bestimmten Prozentsatz an nofollow-Links Für "erforderlich" ansieht. Aktiv aufbauen bzw. danach suchen würde ich jedenfalls nicht, nur um x% nofollow zu haben.

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