• Weblog
  • Lexikon
  • Tools
  • Suche
  • Kontakt


  • Über den Wert von SEO-Tools

    Ein Beitrag anlässlich einer aktuellen Debatte: Sind vermeintlich teure SEO-Tools ihren Preis tatsächlich wert? Wie lässt sich deren Wert bestimmen?

    Immer wieder kommen Diskussion der folgenden Art auf: Wie viel ist SEO wert? Wie viel ist die Teilnahme an einem SEO-Event wert? Wie viel ist ein SEO-Tool wert? Stein des Anstoßes war diesmal ein Beitrag von Johannes Siemers auf Internetmarketing-News über das neue SEO-Tool Seolytics. Es wurde unter anderem auf die Alternative Searchmetrics hingewiesen, die zwar eine Fülle von Funktionen für SEO und SEM biete, das aber zu entsprechenden Preisen. Diese eigentlich neutrale Aussage nahm sich Marcus Tober zum Anlass, zur Verteidigung der Searchmetrics Suite auszurücken und den Preis zu rechtfertigen (bzw. etwas Transparenz in die Preisgestaltung zu bringen).

    Die Argumentation sieht im Wesentlichen so aus: ein SEO-Tool mit diesem beachtlichen Funktionsumfang kostet dem Anbieter natürlich einiges. Die größten Brocken sind dabei die Entwicklungskosten und der Betrieb einer Serverfarm. Das würden zwar die wenigsten bedenken, aber es würde den Preis rechtfertigen. Das ist prinzipiell richtig*), aber auch nicht die ganze Wahrheit. Die Sichtweise ist nämlich betriebswirtschaftlich geprägt bzw. angebotsorientiert.

    Eine nachfrageorientierte Sichtweise würde folgendermaßen aussehen: Ein Produkt ist dann den Preis wert, wenn der zukünftige Nutzen die Kosten übersteigt. Wenn eine SEO-Agentur oder ein Mittel- bzw. Großbetrieb mit einem SEO-Tool zusätzliche Einnahmen in der Höhe von 20.000€ pro Monat erzielt, ist das Tool theoretisch auch einen Preis von 19.000€ monatlich wert. Für einen kleinen Webunternehmer, der 500€ als Nebenerwerb verdient und die Einnahmen damit auf 550€ steigern könnte, ist das gleiche Tool maximal 50€ wert. So gesehen ist der Wert natürlich immer individuell zu bestimmen**). An dieser Betrachtungsweise ist klarerweise problematisch, dass sich der zu erwartende langfristige Nutzen nicht genau schätzen lässt.

    Schlussendlich muss man beide Seiten zusammenführen, um zu einer markorientierten Sichtweise zu kommen. Besagte SEO-Agentur ist vielleicht bereit, 19.000€ zu bezahlen. Wenn aber ein anderer Anbieter die gleiche Leistung um 1000€ erbringt, weil er eine effizientere Kostenstruktur hat, wird natürlich der günstigere Anbieter die Agentur als Kunden gewinnen. Das Tool mit dem größten Wert ist somit jenes, wo die Differenz zwischen Preis und erwarteten Mehreinnahmen am größten ist.

    Was sich als Resümee feststellen lässt: Es lässt sich nicht pauschal sagen, ob ein SEO-Tool das verlangte Geld wert tatsächlich ist. Dazu ist eine genaue Betrachtung des Einzelfalls notwendig. Wenn ein Unternehmer bereits mehrere Jahre erfolgreich ein SEO-Tool anbietet, kann man jedoch von einem preiswerten Produkt ausgehen – zumindest aus der Sicht bestimmter Kundensegmente. Was zugleich nicht heißt, dass ein Produkt für jeden potentiellen Kunden den gleichen Wert bietet.


    *) Natürlich könnte man hinterfragen, ob ein niedrigerer Preis vielleicht zu einem entsprechenden Kundenzuwachs führen würde, sodass am Ende ein höherer Deckungsbeitrag erzielt wird. Ich schätze, dass die variablen Kosten anteilsmäßig relativ gering sind, wodurch es eine entsprechende Fixkostendegression gäbe. Ohne Einblick in Kostenrechnung und Marktforschungsdaten lässt sich dazu jedoch nichts Definitives sagen.

    **) Anbieter von Produkten mit hohen Fixkosten (wie eben auch bei derartig umfangreichen SEO-Tools der Fall ist) sollten folglich preispolitisch auf eine stärkere Preisdifferenzierung setzen, um einen höheren Deckungsbeitrag zu erwirtschaften. Neue Angebote wie die Sistrix Toolbox sind mit Preisen ab 100€ pro Modul sind für Kleinunternehmer bereits interessant (sind vom Leistungsumfang natürlich nicht mit den ganz großen SEO Suiten zu vergleichen) – die wachsende Zahl an Nebenerwerbs-Webunternehmer wird aber bisher von keinem mir bekannten Anbieter bedient.

    Artikel veröffentlicht von am 22. April 2009 |


    Alex
    10. Januar 2010 [#]
    Interessanter Artikel. Aber wie Du schon sagst, es kommt immer darauf an, für was man es benötigt und wie viel man bereit ist auszugeben. Man kann ein Auto für 20.000 Euro kaufen, aber auch eines für 100.000.
    Wir versuchen möglichst alle interessanten Funktionen in Xovi einzubauen die jeder SEO, Webmaster oder Online-Shop-Betreiber benötigt und wollen trotzdem nur bei 99 Euro netto mtl. bleiben. Wir hoffen, dass wir damit viele Kunden und Nutzer glücklich machen können und helfen können Zeit & unnötige Kosten zu sparen, sowie effektiv zu optimieren.

    Kommentar verfassen

    Name (*)
    Homepage
    E-Mail
    Twitter-Name
    Sicherheitscode (*)
    Tippe den Stadtnamen Dortmund ab.