• Weblog
  • Lexikon
  • Tools
  • Suche
  • Kontakt


  • Google erwirtschaftet Rekordgewinn

    Der Internetriese Google verzeichnete im vergangenen Quartal Rekord-Gewinne. Die deutlich gestiegenen Einnahmen wurden dabei auch genutzt, um die Investitionen in Forschung und Entwicklung auszuweiten und neues Personal einzustellen.

    Als Google diese Woche den Geschäftsbericht für das 3. Quartal 2010 präsentierte, waren selbst die Analysten überrascht. Google erwirtschaftete in diesem Quartal deutlich mehr Gewinn. Sowohl bei Nettogewinn und auch Einnahmen kam das Unternehmen auf einen neuen Quartalsrekord.

    -
    Entwicklung von Einnahmen und Nettogewinn seit 2007. Sämtliche Angaben im Milliarden Dollar.

    Nachdem Google schon gut durch die vergangenen Krisenjahre gekommen ist, kann der Internetriese durch den beginnenden Aufschwung nun besonders hohe Zuwachsraten verzeichnen. Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahrs wurden die Einnahmen um 23% gesteigert, im Vergleich zum vorherigen Quartal um 7% (deutlich mehr als in den vorherigen Quartalen).

    - An der Verteilung der Einnahmen hat sich in der vergangenen zwei Jahren praktisch nichts verändert. Werbung auf den Google-Websites macht 67% aus, unveränderte 30% entfallen auf Partner aus dem AdSense-Netzwerk und 3% werden unter sonstige Einnahmen verbucht.

    Die AdSense-Einnahmen sind im Jahresvergleich um 22% gestiegen. Dies ist primär auf mehr Klicks zurückzuführen, welche um 16% zugenommen haben. Zugleich sind auch die Klickpreise um 3% gestiegen. Die Advertiser sind also bereit, pro Klick im Auktionsverfahren höhere Preise zu bieten. Ein untrügerisches Zeichen, dass die Konkurrenz zunimmt und ein wirtschaftlicher Aufschwung eingesetzt hat.

    Wie auch die Einnahmen sind auch die Ausgaben in absoluten Zahlen in allen Bereichen gestiegen. Die Marketing-Ausgaben betrugen in den vergangenen Jahren konstant etwa 9% der Einnahmen (661 Mio$ im Q3-2010), die administrative Kosten schwanken rund um 7% der Einnahmen.

    Gestiegen sind auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Diese wurden von 12% im Vorjahrsschnitt auf 14% angehoben. In absoluten Zahlen entspricht das einer Steigerung von 818 Mio$ (Q1-2010) auf fast eine Millarde Dollar. In diesem Zusammenhang wurde auch neues Personal eingestellt. Im Krisenjahr 2009 wurde zuletzt effektiv Personal abgebaut, der Personalstand lag am Jahresende bei 19835. In diesem Jahr wurden jedoch massiv neue Leute angeworben, per Ende September waren offiziell 23331 Personen angestellt (Zahlen jeweils Vollzeit-Angestellte).

    Zusammen mit den Gewinnen aus den vergangenen Jahren hat Google nun beachtliche Rücklagen. Der Geschäftsbericht weist 11,3 Milliarden Dollar in Bar-Reserven (oder äquivalente Mittel) aus. Hinzu kommen rund 22,1 Mrd$ an handelbaren Wertpapieren. Ingesamt verfügt Google damit über mehr als 33 Mrd$, die für Investitionen genutzt werden können. Google-CEO Eric Schmidt kündigte bereits an, dass weiterhin aggressiv in Produkte und Personal investiert werden wird. Bereits früher hat Google eine Unternehmens-Übernahme pro Monat angekündigt. Diese Investitionen werden wohl auch notwendig sein, um sich die Konkurrenz Bing trotz Bing-Facebook-Kooperation auf Distanz zu halten.

    Artikel veröffentlicht von am 16. Oktober 2010 |


    Bisher wurden leider keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

    Kommentar verfassen

    Name (*)
    Homepage
    E-Mail
    Twitter-Name
    Sicherheitscode (*)
    Tippe den Stadtnamen Prag ab.