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  • Google kündigt trotz Gewinnsteigerung Produkt-Einstellungen an

    Google blickt auf ein finanziell erfolgreiches zweites Quartal 2011 mit dem neuen Google-CEO Larry Page zurück. Dennoch wurde bereits eine Straffung des Produkt-Portfolios angekündigt. Manche Produkte werden ersatzlos eingestellt, andere in das neue Google+ integriert.

    Internet-Unternehmen agieren ohnehin in einem sehr dynamischen Umfeld, laufende Anpassungen und Veränderungen sind daher nicht ungewöhnlich. Bei Google steht das Jahr 2011 jedoch mehr denn je für einschneidende Veränderungen.

    Das Jahr begann mit einem Führungswechsel an der Spitze von Google — Mitgründer Larry Page wurde wieder CEO von Google und löste damit den erfahrenen Eric Schmidt an. Die Investoren waren in Anbetracht von Pages mangelnder Management-Erfahrung eher skeptisch und auch anfangs von seinen Plänen nicht überzeugt. Der Aktienkurs begann zu sinken.

    Auf der finanziellen Seite kann Page bisher kein Vorwurf gemacht werden. Zumindest kurzfristig hat Google der Wechsel in der Geschäftsführung nicht geschadet. Diese Woche wurden die die Geschäftszahlen für das vergangenen zweite Quartal 2011 veröffentlicht — es handelt sich um das erste Quartal, das Page alleine zu verantworten hat.

    Zuletzt hatte Google die Ausgaben deutlich erhöht — insbesondere die Personalkosten stiegen wegen Neuanstellungen und zur Abwehr von Personalabwerbungen. Die Neuanstellungen waren zum Ausbau der eigenen Produkte notwendig geworden, dennoch hatten die gesteigerten Ausgaben auch Kritiker auf den Plan gerufen. Wie die Geschäftszahlen nun zeigen, konnte Google den Gewinn dennoch steigern - im Vergleich zum selben Quartal im Vorjahr stieg der Gewinn von 1,84 Milliarden um rund 36% auf 2,51 Milliarden US-Dollar.

    Geschäftszahlen von Google bis zum 2. Quartal 2011
    Entwicklung von Einnahmen und Nettogewinn bei Google bis zum 2. Quartal 2011.
    Alle Angaben in Milliarden US-Dollar, basierend auf den offiziellen Unternehmens-Informationen.

    Als Larry Page seinen Posten als CEO angetreten ist, sollte im Unternehmen Bürokratie abgebaut werden, um Neuerungen schneller umzusetzen und insgesamt agiler zu werden. Der neue Google-CEO sprach nun davon, dass die Geschwindigkeit bereits gesteigert werden könnten und dies in den kommenden Monaten auch von außen erkennbar werden wird.

    Umgesetzt wurde unter anderem die neue Social-Networking-Plattform Google+, die zu einem ebenbürtigen Konkurrenten für Facebook heranwachsen könnte. Die allgemeine Meinung dazu fällt positiv aus; trotz notwendiger Einladung sind angeblich schon mehr als 10 Millionen Nutzer registriert. Ebenso erfreulich: Nachdem unter der Führung von Larry Page der Aktienkurs lange Zeit nur gesunken war, schnellte dieser nach der Präsentation von Google+ und den aktuellen Geschäftszahlen wieder in die Höhe.

    Trotz der erfreulichen Nachrichten kündigte Google eine Straffung des Produkt-Portfolios an. Als Kernbereiche wurden Suche und Anzeigengeschäft definiert, daneben sollen Youtube, Android, Chrome und Google+ im Fokus stehen. Offen bleibt damit, welche Produkte dem Sparstift zum Opfer fallen könnten — und ob dabei wie schon bei Yahoo auch populäre, aber kommerziell wenig erfolgreiche Produkte betroffen sein könnten.

    Bereits angekündigt wurde, dass Picasa und Blogger keine eigenständigen Marken mehr bleiben werden — sie werden in Google+ integriert. Ebenfalls fix ist die ersatzlose Einstellung von Google Health. Darüber hinaus ist es eher unwahrscheinlich, dass Orkut, Google Buzz und Jaiku in ihrer derzeitigen Form bestehen bleiben werden. Welche Produkte darüber hinaus betroffen sein werden, darüber kann derzeit nur spekuliert werden.

    Artikel veröffentlicht von am 16. Juli 2011 |


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