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  • YouTube + Universal = VEVO

    YouTube und Universal wollen in Zukunft zusammenarbeiten und ein gemeinsames Musikportal namens VEVO auf die Beine stellen. Universal will damit wieder Konsumenten zur├╝ckgewinnen. Und f├╝r YouTube geht es darum, endlich profitabel zu werden.

    Google hat ein Problem mit YouTube. Die popul├Ąre Videoplattform verursacht enormen Traffic und entsprechend hohe Kosten. Dem gegen├╝ber stehen recht magere Einnahmen. Die Analysten von Credit Suisse gehen sogar von 470 Millionen Dollar Verlust pro Jahr aus. Die Hauptprobleme von YouTube:

    • Advertiser sind von YouTube nicht gerade begeistert, denn die meisten Videos weisen nur geringe Relevanz auf. Zudem haben nur die wenigsten YouTube-Nutzer eine Kaufabsicht.
    • Google kann aus rechtlichen Gr├╝nden keine kommerzielle Werbung in der N├Ąhe von Werken platzieren, f├╝r deren Nutzung eventuell nicht die notwendigen Lizenzen vorhanden sind.
    • Google kooperiert zwar mit manchen Medienkonzernen. Doch diese stellen in letzter Zeit neue Forderungen, auf die Google nicht eingehen will.

    Aber auch die Medienindustrie ist mit dem Status Quo unzufrieden. Allen Aufkl├Ąrungswellen, Abschreckungsma├čnahmen und Klagewellen zum Trotz wird sich nichts mehr daran ├Ąndern, dass zahlreiche Internetnutzer unentgeltlich urheberrechtlich gesch├╝tzte Werke konsumieren. Die Musikindustrie muss beginnen, Streaming-Angebote f├╝r sich zu entdecken: beispielsweise als Werbeplattform f├╝r Kaufmusik, Konzerte und Merchandising.

    Jetzt wollen die Universal Music Group und YouTube gemeinsam ein neues Videoportal auf die Beine stellen, welches in diese Richtung geht. Dieses soll den Namen VEVO tragen. Dort wird der gesamte Musikkatalog des Unternehmens legal verf├╝gbar sein. VEVO soll aber kein Joint Venture zwischen Universal und Google/YouTube sein, sondern ein 100%-Tochterunternehmen von Universal. Google wird lediglich die Technologie bereitstellen und daf├╝r einen Anteil an den Werbeeinahmen bekommen.

    Der Schritt k├Ânnte richtungsweisend sein. Wenn Universal durch die neue Videoplattform die eigenen Ums├Ątze wieder steigern kann, werden andere Musikkonzerne sicher nachfolgen. Google-CEO Eric Schmidt hat bereits angek├╝ndigt, dass sich Google weitere Satelliten-Seiten von YouTube vorstellen kann. Definitive Aussagen ├╝ber das Erfolgspotential lassen sich aber fr├╝hestens dann machen, wenn VEVO startet. Es soll noch im Laufe dieses Jahres so weit sein.

    Artikel ver÷ffentlicht von am 18. April 2009 |


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