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  • Zusammenfassung der Google I/O

    Im Rahmen der jĂ€hrlichen Entwicklerkonfernz Google I/O stellte Google zahlreiche interessante Neuerungen zugleich vor. Eine Zusammenfassung von 9 Meldungen, welche u.a. auch fĂŒr Website-Betreiber von Relevanz sein könnten.

    Die enorme PrĂ€senz des Internetgiganten Google in den IT/Web-Nachrichten ist nicht verwunderlich. Am gestrigen Tag wurde das Web jedoch von einer ganzen Welle an Neuigkeiten aus dem Hause Google ĂŒberrollt, denn im Rahmen der zweitĂ€gigen Entwicklerkonferenz Google I/O wurden zahlreiche Neuerungen aus dem Google-Universum vorgestellt. Im Folgenden einer Zusammenfassung jener AnkĂŒndigungen, die auch Website-Betreiber betreffen könnten.

    • Videoformat WebM: Die mĂŒhsame Suche nach einem gemeinsamen Standard fĂŒr HTML5-Webvideos könnte sich dank Google endlich erledigt haben. Google veröffentlichte das freie Videoformat WebM, welches auf dem zugekauften VP8-Codec basiert. Es ist davon auszugehen, dass WebM das Web-Videoformat der Zukunft ist.
    • Chrome Web Store: ZukĂŒnftig soll die Installation von Anwendungen direkt im Webbrowser möglich werden. Das Programm wird also nicht direkt im Betriebssystem installiert und lĂ€uft plattformĂŒbergreifend. Die Anwendungen werden dabei ĂŒber den neuen Chrome Web Store erhĂ€ltlich sein. Die Bezahlung von kostenpflichtigen Applikationen soll damit – so wie bei Apples App Store – zentral erfolgen und fĂŒr KĂ€ufer einfacher werden. Google bietet damit eine neue Lösung fĂŒr Paid Content im Internet. Wie diese angenommen wird, muss sich erst zeigen.
    • Google TV: Was nur eine Frage der Zeit war, wird nun RealitĂ€t: Google und das Web kommen auch auf die TV-GerĂ€te. Erstens wird damit die schnelle Suche nach Videos auf verschiedenen Video-Plattformen ermöglicht. Zweitens baut Google TV auf das Android-Betriebssystem auf und lĂ€sst damit FernsehgerĂ€t und PC weiter verschmelzen. Der integrierte Webbrowser Google Chrome ermöglicht es somit, auf dem FernsehgerĂ€t im Internet zu surfen. Erste geeignete GerĂ€te werden fĂŒr Herbst 2010 erwartet, bisherige Partner sind dabei Sony und Logitech. Sollte Google TV einigermaßen Verbreitung finden, stellt sich fĂŒr Website-Betreiber stellt sich die Frage, ob optimierte Versionen fĂŒr den Fernsehschirm erstellt werden sollten.
    • Google App Engine: Wie bereits unlĂ€ngst in einem Blogpost vermutet, steigt Google tatsĂ€chlich in grĂ¶ĂŸerem Umfang in das Infrastruktur-GeschĂ€ft ein. Die Google App Engine (stark vereinfacht gesagt ein spezieller Webhosting-Anbieter) wird weiter ausgebaut, um fĂŒr GeschĂ€ftskunden interessanter zu werden. Die neue Google App Engine for Business bietet eine garantierte VerfĂŒgbarkeit von 99,9% der Zeit, SSL und eine SQL-Datenbank. Preislich beginnt das Angebot bei 8$ pro Monat, bezahlt wird entsprechend den tatsĂ€chlich verbrauchten Ressourcen. In eine Ă€hnliche Kerbe schlĂ€gt auch der Cloud-Speicherdienst Google Storage for Developers.
    • Android 2.2 mit Flash-UnterstĂŒtzung: Die Entwicklung von Android schreitet mit enormer Geschwindigkeit voran. Auf der Google I/O wurde bereits Version 2.2 veröffentlicht, die neuerlich wesentliche Verbesserungen und Geschwindigkeits-Gewinne mit sich bringt. Ein vielbeachtetes Feature ist dabei USB-Tethering. Dazu kommt die UnterstĂŒtzung von Flash 10.1. Google bringt damit genau jene Features, die Apple den iPhone-Nutzern beharrlich verweigert. Googles Strategie scheint dabei aufzugehen, denn mittlerweile hat die Android-Plattform den Konkurrenten iPhone laut Branchenanalysten bei den US-Verkaufszahlen bereits ĂŒberholt.
    • Font API: Die Verwendung von alternativen Schriftarten abseits der Standard-Schriftarten war bisher eine Ă€ußerst komplizierte Angelegenheit. Google bietet nun mit der Google Font API eine praktikable Lösung an, die in der Anwendung extrem einfach ist — bei gleichzeitiger KompatibilitĂ€t zu allen modernen Browsern inklusive IE6. UnterstĂŒtzt werden dabei allerdings ausschließlich Schriftarten, die im Google Font Directory unter einer Open-Source-Lizenz zur VerfĂŒgung gestellt werden. Die Font API soll zudem die Ladezeiten gering halten, indem alle Schriftarten nur einmal geladen und anschließend im Chache abgelegt werden. Im Font Directory stehen 18 Schriftarten zur Auswahl — die meisten davon sind eher fĂŒr Überschriften und Highlights geeignet, und nicht fĂŒr lĂ€ngere Texte. Zur Arbeit mit Schriftarten aus anderen Quellen wurde der WebFont Loader entwickelt.
    • Google Buzz API: der Twitter-Konkurrent von Google fand beim Launch zwar große Beachtung, der anfangs schlechte Datenschutz sorgte jedoch fĂŒr heftige Kritik und ist mittlerweile auch ein Fall fĂŒr die Justiz. AktivitĂ€t ist zwar vorhanden, aber so recht vom Fleck kam Google Buzz nie. Einer der gröberen MĂ€ngel wurde nun beseitigt - eine Buzz-API wurde veröffentlicht. Damit werden nun zahlreiche Mashups und externe Zusatzdienste möglich, was beim Erfolg von Twitter eine entscheidende Rolle spielte. Der Kampf gegen Twitter ist damit eröffnet.
    • Neuerungen bei AdSense: Zwei Neuerungen bei Google AdSense sollen die Monetarisierung von Websites weiter vereinfachen. Mit AdSense for Search Ads Only stellt Google eine spezielle Werbeform zur VerfĂŒgung, um bei einer internen Suche jeweils zur Suchanfrage passende Werbung auszuliefern. Bei der zweiten Neuerung handelt es sich um AdSense for Ajax, womit Google auf die Besonderheiten von dynamischen Ajax-Seiten eingeht.
    • Google Wave: Google Wave ist nach einer langen Testphase nun fĂŒr jeden Interessenten offen zugĂ€nglich, es sind keine Einladungen mehr notwendig. Google Wave wurde bereits vor langer Zeit als potentieller Nachfolger der E-Mail vorgestellt — eine Mischung aus E-Mail, kollektiver Dokumentenbearbeitung und Instant Messaging. Aufgrund der nicht gerade einfachen Bedienung ist jedoch nicht zu erwarten, dass Wave jemals die klassische E-Mail ersetzen wird — der Einsatzzweck ist eher in gewissen Nischen zu sehen. Dank verschiedener APIs und Widgets kann Wave auch in Websites eingebettet werden.

    Artikel veröffentlicht von am 21. Mai 2010 |


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