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  • Internet Explorer 8 erschienen

    Mit dem Erscheinen des Internet Explorer 8 befindet sich der Microsoft-Browser erstmals wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Der InPrivate-Modus zum Schutz der PrivatsphĂ€re gilt als herausragende Funktion. FĂŒr Webdesigner ist vor allem die verbesserte Standard-KonformitĂ€t erfreulich. Ingesamt macht der Browser zwar einen guten Eindruck, das ZurĂŒckgewinnen von Marktanteilen wird jedoch schwierig.

    Mit dem Erscheinen des Internet Explorer 6 im Jahr 2001 war der viel zitierte Browserkrieg zu Gunsten von Microsoft entschieden. Eine konkurrenzfÀhige Version von Netscape gab es nicht. Microsoft war mit dieser Situation zufrieden und hatte keinen Anreiz zur weiteren Verbesserung ihres Webbrowsers. Erst mit der zunehmenden Verbreitung von Firefox erkannte die Softwareschmiede aus Redmond den dringenden Handlungsbedarf. Internet Explorer 7 war nur eine erste Reaktion, um den Anschluss nicht ganz zu verlieren. Innovative Funktionen waren nicht enthalten.

    Vergangene Woche ist der Internet Explorer 8 erschienen. Mit dieser Version ist Microsoft eine Trendwende gelungen — der IE8 hechelt nicht mehr aktuellen Entwicklungen hinterher, sondern befindet sich auf Augenhöhe mit Konkurrenten wie Firefox, Opera, Safari und Chrome. Von den zahlreichen Verbesserungen sind vor allem der verbesserte Schutz der PrivatsphĂ€re und die ĂŒberfĂ€llige erhöhte StandardkonformitĂ€t bemerkenswert.

    Die herausragende Neuerung ist der InPrivate-Modus zum Schutz der PrivatsphĂ€re — mancherorts als Porno-Modus verspottet. Die Funktion ist schnell erklĂ€rt: Auf Knopfdruck werden Cookies nur temporĂ€r bis zum Ende der Sitzung gespeichert, die aufgerufenen Seiten werden nicht in den Verlauf eingetragen. Mit InPrivate Blocking lĂ€sst sich außerdem die AusfĂŒhrung von Codes von Drittanbietern ausschließen. Diese Funktionen werden zwangslĂ€ufig zu Problemen fĂŒr Statistikdienste und Werbenetzwerke fĂŒhren, welche auf Tracking-Cookies setzen.

    InPrivate Funktion des Internet Explorer 8

    Internet Explorer 8 unterstĂŒtzt zumindest heute gĂ€ngige Standards wie CSS 2.1 vollstĂ€ndig. Das geht manchen aber nicht weit genug, CSS3 lĂ€sst leider weiterhin auf sich warten. Sollte der IE8 endlich den IE6 verdrĂ€ngen können, wĂ€re dies aber schon eine große Erleichterung fĂŒr Webdesigner. Ob das tatsĂ€chlich gelingen wird, hĂ€ngt hauptsĂ€chlich vom Erfolg des kommenden Betriebssystems Windows 7 ab. Einen kleinen Haken gibt es aber schon noch: Die eine oder andere Website wird jetzt (ohne Umschalten auf den KompatibilitĂ€tsmodus) erst recht falsch dargestellt, da alte Browserweichen fĂŒr den Internet Explorer zu unerwĂŒnschten Effekten fĂŒhren.

    Der Browser macht zwar ingesamt einen guten Einrduck — ob Microsoft mit dem Internet Explorer 8 bereits verlorene Marktanteile wieder zurĂŒckgewonnen wird, darf angezweifelt werden (und wird auch immer schwieriger, weil mit Chrome ein neuer Konkurrent mitmischt). FĂŒr die kĂŒnftigen KĂ€ufer von Windows 7 wird allerdings der Anreiz minimiert, auf einen anderen Browser umzusteigen. Unter diesem Gesichtspunkt kommt auch der anstehendenden Entscheidung der EU-Wettbewerbskommission zum Browserstreit eine besondere Bedeutung zu.

    Artikel veröffentlicht von am 24. März 2009 |


    SEOnaut
    27. März 2009 [#]
    Das Ding ist doch nicht der Ernst. Das kann ja nur wieder downgegradet werden von den Nutzern.

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