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  • Googles Websuche mit ersten Squared-Features

    Google baut in die Websuche neue Funktionalitäten ein, die auf der Technologie von Google Squared aufbauen. Eine Vorstellung der Neuerungen und mögliche Auswirkungen für Website-Betreiber.

    Vor rund einem Jahr hat Google in den Google Labs einen neuen Dienst namens Google Squared vorgestellt. Mit Google Squared versucht Google algorithmisch und ohne Microformats direkt aus den Websites strukturierte Daten zusammenzustellen. Eine beispielhafte Suche nach Deep Sea Fish bringt etwa eine tabellarisches Auflistung unterschiedlicher Tiefseefische, in der verschiedene Informationen (Name, Bild, Beschreibung, Klassifizierung) kompakt zusammengefasst sind.

    In der normalen Google-Websuche war von Google Squared bisher nichts zu sehen. Nachdem bei Google Squared weitere Fortschritte erzielt wurden, ändert sich das nun. Google hat zwei Neuerungen für die Websuche vorgestellt, welche auf Technologie von Google Squared aufbauen. Die beschriebenen Features sind wie üblich vorerst nur bei der englischsprachigen Suche verfügbar.

    Something-Different-Anzeige in der Google Websuche

    Einerseits wären da neue Suchvorschläge in der Sidebar. So werden beispielsweise bei einer Suche nach einer bestimmten Hunderasse unter der Überschrift Something Different weitere Hunderassen angezeigt. Diese Funktionalität ist im Prinzip das gleiche, was bereits seit Jahren von Google Sets bekannt ist, bisher aber nie aus den Google Labs herauskam.

    Vermutlich wesentlich mehr Diskussionen wird die zweite Neuerung auslösen. Bereits seit langer Zeit liefert Google bei bestimmten Suchen nach Fakten (beispielsweise nach dem Wetter in einer bestimmten Stadt) sogenannte Short Answers. Diese Funktionalität wurde basierend auf der Squared-Technologie nun deutlich ausgebaut, bei wesentlich mehr Faktensuchen gibt es jetzt Short Answers.

    Bei einer beispielhaften Suche nach catherine zeta-jones date of birth soll etwa dieses Resultat an erster Stelle angezeigt werden. Google bekommt somit immer mehr Elemente wie man sie von Wolfram Alpha kennt, wo die gleiche Suchanfrage schon seit längerer Zeit direkt zum gewünschten Ergebnis führt. Während Wolfram Alpha dabei auf ausgewählte lizenzierte Datenquellen zurückgreift, kommt bei Google grundsätzlich das gesamte Web als Datenquelle in Betracht (sofern die jeweilige Website nicht für den Googlebot gesperrt wurde).

    Was für Suchmaschinen-Nutzer unzweifelhaft ein Fortschritt ist, stößt bei Website-Betreibern aus weniger Gegenliebe. Wenn die gesuchte Information direkt bei Google angezeigt wird, kann sich ein Suchmaschinen-Nutzern den Besucher einer verlinkten Website sparen. Websites, die von derartige Short Answers betroffen sind, verlieren Besucher und somit auch potentielle Einnahmen.

    Die breite Masse der Website ist derzeit noch nicht in relevanten Maßen betroffen, aber die stetige Verbesserung dieses Features macht den Kreis der Betroffenen größer. Während man sich früher nur um strukturierte Daten Gedanken machen musste, greift Google zunehmend auf wenig strukturierte Daten zurück. Die neue Frage für klassische Datenbank-Websites ist daher, welche Inhalte man anbieten kann, die von derartigen Features nicht betroffen sind und einen Mehrwert bieten können.

    Andererseits ergibt sich daraus auch eine neue Chance: wer seine Website derart hintrimmt, dass sie als Quelle angezeigt wird, kann möglicherweise über die Klicks auf die Quellenverweise zusätzlichen Traffic generieren. Ob sich dieses Unterfangen lohnt, kann wohl nur im Einzelfall beantwortet werden. Die entscheidende Frage wird bei dieser Abwägung sein, wie hoch die Clickthrough-Rate bei derartigen Quellenangaben ist.

    Artikel veröffentlicht von am 14. Mai 2010 |


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