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  • Google wirft co.cc-Domains aus dem Index

    Google wirft pauschal über 11 Millionen .co.cc-Domains aus dem Index, weil hier ein hoher Spam-Anteil festgestellt wurde. Das wirft zahlreiche Fragen auf - wie z.B. ob die Reputation einer TLD doch ein Ranking-Faktor sein könnte und wie die bald neu zu vergebenden Domain-Names zu beurteilen sind.

    Es ist eine alte Diskussion, ob Google nun — abseits von lokalen Unterschieden — einige Top-Level-Domains (TLD) gegenüber anderen bevorzugt. Immerhin haben manche TLD wie .info schon immer den Ruf gehabt, unter Suchmaschinen-Spammern beliebt zu sein.

    Pauschale Verurteilungen sind dabei auch aus Suchmaschinen-Sicht nicht sinnvoll. Auch wenn der Anteil an dubiosen Seiten höher sein mag, hat sich nicht jede Domain mit diser TLD eine Abstufung verdient. Für jede TLD gibt es legitime Gründe zur Verwendung.

    Wie auch von Matt Cutts bestätigt wurden sämtliche .co.cc aus dem Google-Index verbannt. Google begründet diesen Schritt damit, dass diese Domains in einem sehr hohen Ausmaß für dubiose Websites benutzt wurde. Neben Suchmaschinen-Spam wurden diese Domains auch in großem Umfang für Phishing-Attacken missbraucht.

    .co.cc ist nicht mit richtigen Second-Level-Domains (SLD) wie .co.uk oder .co.jp zu vergleichen, es handelt sich dabei nur um vergebene Subdomains. Diese wurden allerdings im großen Stil angeboten, mehr als 11 Millionen solcher Domains sollen laut Betreiber registriert worden sein. Damit gibt es mehr registrierte .co.cc-Domains als .org-Domains.

    Die Attraktivität für Spammer ist darin begründet, dass 15.000 Domains für gerade einmal 1000 Dollar verkauft wurden, eine einzelne Domain konnte man zudem kostenlos erhalten. Letzteres sorgte für eine gewisse Verbreitung unter legtimen nicht-kommerziellen Websites, beispielsweise auch als externe Domain für Tumblr-Blogs. Man kann daher nicht davon sprechen, dass pauschal alle Domains für Spam missbraucht wurden.

    Matt Cutts hat via Google+ darauf hingewiesen, dass sich Google auch zukünftig pauschale Maßnahmen gegen low quality freehosts vorbehalte. Dabei wurde zwar nicht von Domains gesprochen, aber eine Ausweitung dieser Logik auf Domains scheint nicht weit entfernt. Das wirft natürlich wieder die Frage nach geeigneten TLDs abseits des Standards auf bzw. allgemein ob Google generell die Reputation einer TLD als Ranking-Faktor berücksichtigt.

    Genau diese Fragen sind werden demnächst aktueller denn je sein. Denn abseits von einem steigenden Angebot an günstigen SLDs kommen mit der nun endgültig fixierten Reformierung des Domain-Name-Systems auch zahlreiche neue TLDs auf uns zu. Auch bei diesen Domains könnte dann die Vergabepolitik einen wesentlichen Einfluss darauf haben, ob ein Risiko für TLD-basierte Abwertungen besteht. Website-Betreiber müssen sich diesbezüglich jedenfalls zusätzliche Gedanken machen.

    Artikel veröffentlicht von am 06. Juli 2011 |


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