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  • Wolfram|Alpha am Start

    Die neue Suchmaschine Wolfram|Alpha ist ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Folgenden wird das Konzept von Wolfram|Alpha kurz dargestellt und erklärt, warum es sich hierbei um keinen Google-Killer handelt.

    Seitdem Wolfram|Alpha im März 2009 angekündigt wurde, ist die neue Suchmaschine eines der dominierenden Themen in der Netzwelt. Wolfram|Alpha zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten Entwicklungen am Suchmaschinenmarkt in den letzten Jahren. Als offizieller Starttermin wurde zwar der 18. Mai 2009 genannt, tatsächlich ist der Zugriff bereits jetzt möglich (vorbehaltlich temporärer Ausfälle wegen Überlastung).

    Bei Wolfram|Alpha handelt es sich jedoch um keine klassische Suchmaschine. Eine präzise Beschreibung fällt schwer, oftmals ist von einer Antwortmaschine die Rede, die Selbstbeschreibung lautet computational knowledge engine.

    Wolfram|Alpha arbeitet jedenfalls anders als Suchmaschinen wie Google oder Yahoo. Es wird nur nach strukturierten Daten gesucht, welche aus manuell ausgewählten Quellen stammen. Die Ergebnisse werden direkt als Antwort präsentiert, und nicht wie bei herkömmlichen Suchmaschinen in Form von Links. Suchanfragen können zudem in natürlicher Sprache erfolgen (allerdings nur auf Englisch).

    Für ein besseres Verständnis des Konzepts sollte Wolfram|Alpha einfach in der Praxis ausprobiert werden. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele, wie die Antwortmaschine eingesetzt werden kann. Wer sich ausführlicher mit den Möglichkeiten von Wolfram|Alpha beschäftigen will, dem sei die Videoaufzeichnung von Stephan Wolframs Vortrag am Berkman Center der Harvard University empfohlen.

    Was jedoch klar sein sollte: Wolfram|Alpha ist kein direkter Konkurrent zu Google. Die Suchmaschine hat einen ganz anderen Fokus und ist auf eine ganz spezielle Art von Suchanfragen spezialisiert, die Google bisher nicht in dieser Form beantworten kann. Daher ist die Bezeichnung Google-Killer vollkommen verfehlt. Es ist leider zu befürchten, dass viele das Konzept nicht verstehen werden und von Wolfram|Alpha daher enttäuscht sein werden, weil sie die Antwortmaschine falsch einsetzen.

    Interessant wird auch die Frage der Vermarktung. Neben klassischer Werbung wurden auch Premium-Modelle angedacht. So könnte etwa der Download von erweiterten Daten gegen Bezahlung möglich gemacht werden. Außerdem dachte Stephan Wolfram bereits laut über eine Kooperation mit anderen Suchmaschinen nach. Für klassische Suchmaschinen könnte die Wolfram-Technologie eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Es stellt sich damit die Frage, welche der großen Suchmaschinenbetreiber als erster zuschlagen wird ...


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    Artikel veröffentlicht von am 16. Mai 2009 |


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