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  • SEO-Panorama: Kalenderwoche 51-2010

    In der Weihnachtswoche hat sich die Zahl der lesenswerten Meldungen naturgemäß deutlich reduziert — es wurden keine großen Ankündigungen gemacht und auch in den Blogs kehrte weihnachtliche Ruhe ein. Dennoch gab es am Wochenanfang noch den einen oder anderen interessanten Artikel, die hier überblicksmäßig zusammengestellt wurden.

    Google-Mitarbeiter warnt vor übermäßig großen Menüs (im Footer)

    Einen interessanten Forenbeitrag hat diese Woche Barry Schwartz von Search Engine Roundtable im Google Webmaster Help Forum entdeckt. Nach einer Frage bezüglich einer möglichen Abstrafung antwortete der Google-Mitarbeiter John Mueller folgendermaßen:

    I noticed that you recently removed the big (but in a small font size) "menu" from the footer of your homepage. I think removing that was a good idea, and will likely help your site a bit. In general, having a full "sitemap" in the footer rarely helps, and might be mistaken for an attempt at keyword stuffing. Using a normal HTML-sitemap page is probably a better idea -- or just linking normally between the pages in a way that gives context to each page as you're doing now. So given that change, I'd let it settle down a bit now, and just generally continue working on your site :).

    Sehr umfangreiche Menüs (im Footer) sind demnach potentiell schädlich, weil der Algorithmus diese als Keyword-Stuffing interpretieren könnte. Ein kritischer Wert wurde dabei nicht genannt. Prinzipiell könnte sowohl die Menge der Keywords als auch das Verhältnis zwischen Anzahl der Links und Anzahl der Unterseiten entscheidend sein. Etwas Vorsicht ist also angebracht.


    Universal Search weiter auf dem Vormarsch

    Eine weitere interessante Auswertung zur Universal Search hat wieder einmal Sistrix erstellt. Laut dessen Daten ist die Anzahl der Keywords mit UniversalSearch-Intergration in den vergangenen beiden Jahren deutlich angestiegen. Am deutlichsten war der Zuwachs jedoch nicht nach dem Caffeine-Update, sondern rund um die Jahresmitte 2009. In Anbetracht dieses Trends sollte man sich als SEO möglichst bald mit der Universal Search auseinandersetzen, sofern das noch nicht geschehen ist.

    Am stärksten betroffen sind dabei typische Shopping-SERPs, aber auch die Bereiche Musik, Sport und Verkehr. Überraschend wenig ist derzeit noch im Reise- und Gesundheits-Bereich zu sehen, aber hier wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges bewegen. Die häufigsten UniversalSearch-Boxen sind dabei übrigens Bilder (22%), gefolgt von Video (14%), Shopping (11%), News (8%) und lokale Ergebnisse (7%). Die Blog-Onebox ist dagegen nahezu unbedeutend.


    Klout: Einfluss eines Twitter-Accounts messen

    Mit zunehmender Bedeutung von Social Media und Twitter wird es auch interessant, den Einfluss von einzelnen Accounts genauer zu untersuchen. Klout ist dabei das aussgekräftigste kostenlose Tool, das ich bisher gesehen habe. Die Klout-Analyse zeigt auf, wie interessant die Tweets sind, wie häufig diese verbreitet werden, wie einflussreich ein User und dessen Follower sind, welcher Twitter-Typ hinter einem Account steckt oder auch ob jemand seinen Follower-Stand durch reziproke Muster erarbeitet hat. Eine beispielhafte Analyse für meinen Account gibt es hinter diesem Link.


    Matt Cutts und Danny Sullivan über Suchmaschinen-Trends 2011

    In einem fünf-minütigen Video hat sich Matt Cutts (diesmal erstmals mit einem Gast an seiner Seite) zu Suchmaschinen-Trends im kommenden Jahr geäußert.

    Das Team rund um Cutts will sich im folgenden Jahr vor allen die Kommunikation mit den Webmastern weiter verbessern — diese sollen noch mehr Informationen und Warnungen bekommen, insbesondere wenn eine Website möglicherweise gehackt wurde. Für Danny Sullivan von Search Engine Land sind vor allem die sozialen Signale der nächste große Trend.


    SEO-Tools: Link Alerts, Rossbacher-Interview

    Bei den Link Research Tools wurden diese Woche wie angekündigt die Link Alerts als neues Fearure eingeführt. Damit ist es möglich, sich über neue Links (des eigenen Projekts oder von Konkurrenten) benachrichtigen zu lassen und schnell darauf möglichst schnell zu reagieren (eventuelle Änderung des Ankertextes bei Links zur eigenen Seite, Anfrage um einen Backlink falls die Konkurrenz verlinkt wurde). Die Link Alerts sind ab der Expert-Mitgliedschaft (netto 100€ monatlich) verfügbar. Ein Eintrag im Feedback-Bereich deutet zudem darauf hin, dass es eine Upgrade-Möglichkeit für zusätzliche Link Alerts in Erwägung gezogen wird.

    Wer sich für SEO-Tools interessiert, hat sicherlich auch die Diskussionen rund um openSEOdata mitbekommen. In einem Interview mit dem SEO-Trainees gibt Fabian Rossbacher zusätzliche Einblicke in die Entwicklungen rund um openSEOdata. So soll es bereits erste Unternehmen geben, die auf dieser Basis mit zusätzlichen Erweiterungen eigene SEO-Tools erschaffen wollen.


    Qualitätssignale abseits von Links

    Backlinks sind für Suchmaschinen ohne jeden Zweifel das bedeutenste Qualitätssignal. Nachdem Google und Bing nun auch soziale Signale berücksichtigen, stellt sich die Frage nach potentiellen weiteren Qualitätssignalen abseits von Backlinks. Einige Möglichkeiten beschreibt dabei Rand Fishkin in seinem Beitrag über Ranking Signals Hiding Beneath the Surface. Beispiele hierfür währen die (unverlinkte) Erwähnung einer Marke, nofollow-Links aus vertrauenswürdigen Quellen, das Nutzungsverhalten von Besuchern oder auch Links via Googlemail. Für keinen dieser Faktoren gibt es eine Bestätigung oder belastbare Indizien, aber ein vorausblickender SEO sollte sich auch Gedanken über mögliche neue Faktoren der Zukunft machen.


    Neuigkeiten aus den Google Labs

    In den Google Labs werden immer wieder neue Features erprobt — manche werden dort zu einem fertigen Produkt geschliffen, andere verschwinden wieder in der Versenkung. In den letzten Wochen sind jedenfalls einige interessante neue Anwendungen in die Labs gestellt worden:

    • Books Ngram Viewer: Diese Anwendung mit etwas sperrigem Namen ist so etwas wie Google Trends über eine Zeitspanne von 200 Jahren. Anhand der eingescannten Bücher gibt der Ngram Viewer darüber Auskunft, wie die Verwendung von bestimmten Wörtern in Büchern zu- oder abgenommen hat. Ein interessantes Spielzeug, um kulturelle Trends zu erforschen.
    • Shared Spaces: Shared Spaces sind kleine Widgets, die kollaborative Arbeitflächen oder Spiele darstellen sollen. Diese basieren auf der Technologie des verworfenen Google Wave und können unkompliziert in Internetseiten eingebunden werden.
    • DataWiki: Das DataWiki ist ein Wiki-System für strukturierte Daten. Es können neue Datenformate angelegt werden, um dann kollaborativ Datensätze zu erstellen und zu bearbeiten. Die Daten sind dann offen zugänglich und können via API abgerufen werden. Leider wirkt das DataWiki noch viel zu unausgegoren, um damit etwas Sinnvolles auszuprobieren.

    Facebook plant angeblich eine Marktplatz-Funktion

    Auf keiner anderen Website verbringen Internetnutzer im Durchschnitt so viel Zeit wie auf Facebook. Und trotz der ausgiebigen Nutzung macht Facebook derzeit noch (im Vergleich zu anderen Internetunternehmen wie Google) recht bescheidene Gewinne. Klassische Werbung ist in sozialen Netzwerken wenig effizient, und genau deswegen sucht Facebook auch zusätzliche Monetarisierungs-Möglichkeiten. Laut aktuellen Berichten plant Facebook angeblich eine Marktplatz-Funktion. Facebook könnte laut den Berichten direkt den Bestellvorgang und den Bezahlungsprozess abwickeln (angeblich sollen Paypal und Kreditkarte akzeptiert werden). Jedenfalls sollen dabei Online-Shopping und soziale Empfehlungssysteme miteinander verbunden werden, worin großes Potential zu sehen ist.

    Artikel veröffentlicht von am 26. Dezember 2010 |


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    R. Moczarski
    29. Dezember 2010 [#]
    Hey danke für den Tipp mit http://klout.com/, bisher habe ich immer zum gucken backtype verwendet.

    Danke für den Hinweis ;)

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